Am 9. Januar 2026 setzt sich Peter Launsky-Tieffenthal, der Sonderbeauftragte des Bundeskanzlers für globale Angelegenheiten, intensiv für die Freilassung der im Niger entführten Österreicherin Eva G. ein. Dieses Engagement erfolgt auf Ersuchen von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und begann im Sommer 2025. Launsky-Tieffenthal verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Vermittlung von Entführungsfällen und war an der Befreiung mehrerer Geiseln beteiligt, darunter die des österreich-israelischen Doppelstaatsbürgers Tal Shoham im Oktober 2025 nach zwei Jahren Geiselhaft im Gazastreifen.

Die entführte Eva G., die seit beinahe drei Jahrzehnten in Agadez lebt, wurde am 11. Januar 2025 in ihrem eigenen Haus von bewaffneten Männern entführt. Laut Berichten geht es Eva G. relativ gut, obwohl sie zuvor bereits Entführungsdrohungen erhalten hatte. Ihre Familie und Launsky-Tieffenthal stehen in Kontakt, um die bestmöglichen Schritte für ihre Freilassung zu unternehmen.

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Hintergründe der Entführung

Die Sicherheitslage in der Sahelzone, wo auch Eva G. entführt wurde, ist äußerst angespannt. Militärputsche in den Nachbarländern Mali, Burkina Faso und Niger in den letzten Jahren haben die Situation weiter verschärft. Das österreichische Außenministerium hat daher eine Reisewarnung für den Niger ausgesprochen, da die Gefahr von Anschlägen und Entführungen stark gestiegen ist. Auch die Zahl ausländischer Entführungen im Niger hat im vergangenen Jahr stark zugenommen.

Laut Insiderinformationen steht der Islamische Staat in der Sahelzone (ISGS bzw. ISSP) möglicherweise hinter dieser und anderen Entführungen. Christoph Gretzmacher, der Sohn der entführten Österreicherin, erkennt Parallelen zu einem weiteren Vorfall, bei dem eine 67-jährige Schweizerin kürzlich in Agadez entführt wurde. Das Außenministerium Österreichs hat bestätigt, dass Kontakte zu den Schweizer Behörden bestehen, um die Lage von Eva G. zu klären und möglicherweise Synergien bei den Verhandlungen zu schaffen.

Entführungen im Kontext

Die jüngste Welle von Entführungen, insbesondere von humanitären Helfern und Touristen, zeigt gravierende Sicherheitslücken in der Region auf. Berichten zufolge nutzt der Islamische Staat territoriale Erfolge aus, um systematisch Geiselnahmen zur Finanzierung durch Lösegelderpressung, Schmuggel und illegale Migration zu betreiben. Experten warnen vor der Notwendigkeit, kommunale Sicherheitskräfte durch internationale Unterstützung zu stärken und gleichzeitig den Druck auf kriminelle Banden zu erhöhen. Zudem ist eine koordinierte Reaktion auf Entführungen als international organisiertes Verbrechen gefordert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bemühungen um die Freilassung von Eva G. nicht nur von individueller, sondern auch von politischer und sicherheitstechnischer Bedeutung sind. Die Maßnahmen von Launsky-Tieffenthal und das Engagement der österreichischen und internationalen Behörden sind entscheidend, um die Sicherheit und die Rechte der Bürger in solch gefährlichen Regionen zu gewährleisten.

Für weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie die ursprünglichen Berichte unter