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Im Osttiroler Pustertal ist ein wichtiges Projekt zur ganzjährigen Kinderbetreuung vorübergehend in der Warteschleife. Der „Hort Tessenberg“, der 2023 ins Leben gerufen wurde, bleibt vorerst geschlossen, was eine große Enttäuschung für viele Familien ist. Das Projekt sollte Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren ganztägige Betreuung bieten und gleichzeitig berufstätigen Eltern die Möglichkeit geben, ihrem Job nachzugehen. Doch die mangelnde Nachfrage macht den Betrieb unmöglich. Die Initiative wurde von mehreren großen Firmen, vier Gemeinden sowie dem Kinderbetreuungszentrum OKZ und dem Regionsmanagement Osttirol gegründet, fand jedoch nicht die gewünschte Resonanz.

Mehrere Faktoren tragen zu dieser Situation bei. Das Projekt startete mit „Spiel-mit-mir-Wochen“ und sollte im September 2023 als ganzjährige Lösung etabliert werden. Die Gemeinde Heinfels stellte mietfrei Räumlichkeiten in der Volksschule Tessenberg zur Verfügung, und die Kosten für die Betreuung wurden zwischen den Eltern und den Gemeinden aufgeteilt. Eltern zahlen 2,50 Euro pro Betreuungsstunde, während die Gemeindebranchen einen Euro übernehmen. Dennoch hat sich die Anzahl an Anmeldungen als unzureichend erwiesen, was die Koordinatorin Mirjam Reith vom Regionsmanagement Osttirol als besorgniserregend bezeichnet.

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Notwendige Alternativen und kurzfristige Lösungen

Besonders in den Ferien, wo der Bedarf an Kinderbetreuung am höchsten ist, gibt es bereits uneingeschränkte Angebote. Die Gemeinde Sillian plant für die Semester- und Osterferien 2026 eine Betreuung im Kindergarten Sillian. Diese wird halbtags von 7:00 bis 13:00 Uhr für Kinder von drei bis 14 Jahren zur Verfügung stehen. Anmeldungen sind ab sofort über die Gemeinde Sillian möglich.

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Darüber hinaus wurde in Abfaltersbach die schulische Nachmittagsbetreuung erweitert, um auch Kinder aus umliegenden Gemeinden aufzunehmen. Eine Tagesmutter in Strassen bietet ergänzende Betreuungsmöglichkeiten an. Der Fahrdienst bleibt ebenfalls bestehen, sodass Kinder an drei Tagen in der Woche von Schule oder Kindergarten abgeholt werden und nach Abfaltersbach oder Strassen gebracht werden.

Ausblick auf die Zukunft

Die Verantwortlichen am Osttiroler Kinderbetreuungszentrum OKZ planen, sich zunächst auf die Sommerbetreuung 2026 zu konzentrieren und hoffen, dass im kommenden Schuljahr 2026/27 eine Wiederaufnahme des Horts in Tessenberg möglich sein wird. Der Bedarf an Kinderbetreuung in den Ferien ist erheblich größer als während des Schuljahres. In diesem Zusammenhang erläutert Sabine Bodner vom OK-Zentrum, dass es zu steigenden Anmeldungen in den kommenden Jahren kommen könnte.

Die Situation bleibt jedoch angespannt, und die beteiligten Unternehmen, Gemeinden sowie die Projektgruppe sind gefordert, innovative Lösungen zu finden. Tinneke Gies, Geschäftsführerin der Loacker Konfekt GmbH, betont die Bedeutung verlässlicher Angebote während der Ferienzeiten. Nur so kann die drohende Schieflage in der Kinderbetreuung im Osttiroler Oberland abgewendet werden.

Der Traum von einer flächendeckenden und verlässlichen Kinderbetreuung im Oberland steht vor großen Herausforderungen. Die Kooperationspartner sind sich jedoch einig, dass man nicht aufgeben darf und weiterhin für bessere Angebote und ein positives Anmeldeverhalten werben muss.

Dolomitenstadt berichtet, dass die Projektgruppen nach Alternativen suchen, um dem offensichtlichen Bedarf gerecht zu werden. Tiroler Tageszeitung hebt die aktuelle Situation hervor, während Osttirol Heute bereits Übergangslösungen geschaffen hat.