Urlauber, die 2026 in Europa unterwegs sind, sollten sich gut auf die neuen Maut- und Vignettenregelungen vorbereiten. Die Ländergesellschaften haben diverse Anpassungen vorgenommen, die vielschichtige Auswirkungen auf Reisende haben können. Das Verständnis dieser Regelungen ist entscheidend, um mögliche Strafen zu vermeiden und einen reibungslosen Ablauf der Reisen zu gewährleisten. Besonders betroffen sind Länder wie Italien, Frankreich und Kroatien, wo streckenbezogene Mautsysteme in Kraft sind, während Österreich, die Schweiz und Slowenien eine zeitabhängige Vignettenpflicht erhalten haben.5min.at informiert, dass die Mautpflicht bereits ab dem ersten Autobahnkilometer gilt.

Eine wesentliche Neuerung tritt in Bulgarien in Kraft, wo ab dem 3. Februar 2026 eine Tagesvignette für acht BGN, rund 4 Euro, eingeführt wird. Diese Regelung ist vor allem für Transitverkehr gedacht. In Ungarn erwarten die Urlauber ebenfalls Änderungen, da das Land regionale Jahres-E-Vignetten, wie die „M1“ für westungarische Komitate, seit Anfang 2026 anbietet.Kosmo.at ergänzt, dass Wohnmobile über 3,5 Tonnen nun ebenfalls vignettenpflichtig sind und nicht mehr der Streckenmaut unterliegen.

Änderungen in Kroatien und Slowenien

In Slowenien gibt es seit dem 1. Jänner 2026 für bestimmte Schnellstraßen keinen Bedarf mehr an einer E-Vignette. Diese Maßnahme soll die Reisebedingungen für Urlauber verbessern und trägt zur Entlastung des Straßennetzes im Land bei. Kroatien hingegen plant, ab Herbst 2026 auf ein digitales E-Maut-System umzustellen. Der bundesweite Start dieser Umstellung ist für den 1. März 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt die Bezahlung an den bisherigen Mautstationen unverändert festgelegt.ADAC hebt hervor, dass eine sorgsame Planung für die Hauptreisezeit im Sommer 2026 unabdingbar ist, da zu dieser Zeit das bestehende System weiter bestehen bleibt.

Besonders wichtig ist es, die Vignetten nur bei offiziellen Vertriebsstellen zu erwerben, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden. Die ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek warnt vor unseriösen Online-Portalen, die hohe Zusatzgebühren verlangen könnten. Dies könnte besonders für Reisende ein Problem darstellen, die sich nicht umfassend über die gültigen Regelungen und Registrierung informieren.Kosmo.at

Übersicht der Vignettenpreise

Eine klare Übersicht der Vignettenpreise in verschiedenen europäischen Ländern könnte für Reisende von großem Nutzen sein. Nachfolgend sind einige aktuelle Preise aufgelistet:

  • Bulgarien: 7,00 € (Tagesvignette), 14,00 € (Monatsvignette), 45,00 € (Jahresvignette)
  • Österreich: 9,30 € (Tagesvignette), 12,40 € (10 Tage), 31,10 € (2 Monate), 103,80 € (Jahresvignette)
  • Rumänien: 2,50 € (Tagesvignette), 3,30 € (10 Tage), 5,30 € (Monatsvignette)
  • Slowenien: 16,00 € (7 Tage), 32,00 € (Monatsvignette), 117,50 € (Jahresvignette)
  • Ungarn: 16,00 € (10 Tage), 25,80 € (Monatsvignette)

Die Mautregelungen in Europa werden zunehmend vielfältiger, was eine umfassende Vorbereitung für Reisende notwendig macht. Um hohen Bußgeldern vorzubeugen, sollte sich jeder Urlauber rechtzeitig informieren und sich über die genauen Anforderungen im jeweiligen Reiseland im Klaren sein.