Der Iran befindet sich in höchster Alarmbereitschaft und bereitet sich auf mögliche militärische Konfrontationen mit den Vereinigten Staaten vor. Die iranische Regierung sieht sich fortwährend einer militärischen Bedrohung durch die USA ausgesetzt und hat erklärt, unter diesen Umständen keine andere Wahl zu haben, als bei einem Angriff zurückzuschlagen. Präsident Donald Trump hat hingegen eine „Armada“ in Bewegung gesetzt, in der Hoffnung, dass diese nicht eingesetzt werden muss. Die Situation wird weiter angeheizt durch Berichte, dass ein US-Militärschlag gegen den Iran binnen 24 Stunden stattfinden könnte, wie n-tv meldet.
Die Spannungen zwischen den beiden Ländern wurden durch die landesweiten Proteste im Iran verschärft, die Ende Dezember begannen, als die Bevölkerung gegen den drastischen Wertverfall der iranischen Währung, des Rial, aufstand. Dies führte zu Forderungen nach einem Sturz der klerikalen Führung und stellt die größte innenpolitische Herausforderung für die iranische Regierung seit Jahren dar. Laut Insiderinformationen wurden während der Proteste mindestens 5.000 Menschen getötet.
Militärische und diplomatische Entwicklungen
Um die drohende Eskalation der Gewalt zu verhindern, haben die USA Maßnahmen ergriffen, einschließlich der Evakuierung von Hunderte Soldaten vom Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar. Diese Basis wurde als strategisch wichtig erachtet und könnte im Konflikt eine Schlüsselrolle spielen. In Vorbereitung auf mögliche Angriffe wurde der iranische Luftraum für mehrere Stunden gesperrt, was das Risiko von Fehlidentifizierungen durch die Luftabwehr erhöht.
Unterdessen haben westliche Regierungen die Bürger gewarnt, nicht notwendige Reisen in die Region zu unternehmen. Auch Großbritannien hat seine Botschaft in Teheran vorübergehend geschlossen. Dieser Schritt deutet auf die zunehmenden internationalen Besorgnisse über die explosive Lage im Iran hin. Berichten zufolge ist die US-Botschaft in Doha besorgt über mögliche Angriffe auf US-Stützpunkte im Fall eines Übergriffs auf den Iran.
Humanitäre Aspekte und interne Unruhen
Die andauernden Proteste wurden durch eine schwere Wirtschaftskrise verschärft, die aus den internationalen Sanktionen resultiert, die in der Regel die gesamte iranische Bevölkerung treffen. Diese Sanktionen zielen auf die Verantwortlichen der repressiven Maßnahmen gegen die Demonstranten ab, jedoch ist die allgemeine Bevölkerung ebenfalls betroffen. Menschenrechtsorganisationen berichten von massiven Gewaltakten seitens der iranischen Regierung, darunter eine „maximale Härte“ gegen Demonstranten, die weiterhin einem gewaltsamen Regime gegenüberstehen.
Während Trump Hoffnung äußert, dass die Tötungen von Demonstranten aufhören werden, ist die Spannungsruhe im Iran jedoch brüchig. Nahost-Experten wie Jan Busse warnen, dass selbst ein Militärschlag nicht hilfreich sein könnte und zu einem Chaos führen würde, da es keine gut organisierte Opposition gibt, die die Macht übernehmen könnte. Laut Busse haben die aktuellen Sanktionen bereits zu einigen Zugeständnissen geführt, doch die kurzfristigen Ziele der Protestierenden scheinen unerreichbar.
Die internationale Gemeinschaft steht in der schwierigen Lage, den drückenden Druck auf das iranische Regime zu erhöhen, ohne dabei die Zivilbevölkerung weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. In dieser angespannten Situation bleibt die Frage offen, ob ein militärischer Schlag wirklich die Lösung für die Probleme im Iran sein kann oder ob diplomatische Bemühungen eher von Erfolg gekrönt sind.