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Die Situation im Gazastreifen bleibt angespannt, während die Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln und einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas weitergehen. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat bestätigt, dass er während seiner aktuellen Reise in die USA über Entwicklungen informiert bleibt. Die Hamas beschuldigt Israel, vereinbarte Hilfsgüter wie Zelte und Treibstoff zu verzögern, was von Israel jedoch zurückgewiesen wird. Diese Spannungen könnten die fragile Vereinbarung über die Freilassung von Geiseln gefährden, wie Kleine Zeitung berichtete.
Aktuell befinden sich noch 79 Geiseln in der Gewalt der Hamas, von denen einige wahrscheinlich tot sind. Entsprechend der Waffenruhe-Vereinbarung müssen die Namen der freizulassenden Geiseln 24 Stunden im Voraus mitgeteilt werden. Im Gegenzug sollen Dutzende palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Bisher sind 13 Geiseln im Rahmen der Vereinbarung freigekommen, während Israel 583 Palästinenser entließ. Tagesschau berichtet, dass die erste Phase der Vereinbarung, die sechs Wochen dauern soll, bereits einige Details enthüllt hat.
Details zur Waffenruhe und Geiselfreilassung
Die Vereinbarung sieht vor, dass in der ersten Phase 33 Geiseln freigelassen werden, hauptsächlich Frauen und Minderjährige. Für jede zivile Geisel soll Israel 30 palästinensische Häftlinge freilassen; im Fall einer Soldatin sind es sogar 50. Rund 600 Lkw mit Hilfsgütern sollen täglich in den Gazastreifen geliefert werden, um die humanitäre Situation zu verbessern. Die ersten Lieferungen sollen Treibstoff und andere dringend benötigte Materialien umfassen. Verhandlungen über eine mögliche zweite Phase beginnen nach 16 Tagen der ersten Phase, mit dem Ziel, alle verbliebenen Geiseln freizulassen und möglicherweise einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen.
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