US-Sondergesandter Steve Witkoff hat sich in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu getroffen, um die Positionen vor einem wichtigen Verhandlungsgespräch mit dem Iran abzustimmen, das am Freitag in Istanbul stattfinden soll. Israels Regierung zeigt sich jedoch skeptisch und betont, dass der Iran seinen Zusagen nicht zu trauen sei. Bei dem Treffen waren auch Verteidigungsminister Israel Katz, Generalstabschef Eyal Zamir und Mossad-Chef David Barnea anwesend, was die Bedeutung der Gespräche unterstreicht. oe24 berichtet über die angespannten Verhältnisse.
In einem weiteren Kontext hat US-Präsident Donald Trump den Iran mit militärischen Maßnahmen gedroht, insbesondere wegen der Repression gegen Demonstranten, bei denen Berichten zufolge Tausende bis Zehntausende Menschen ums Leben gekommen sind. Der Iran hat im Gegenzug mit Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel und die USA gedroht. Zudem hat das US-Militär seine Präsenz in der Region seit Anfang Jänner verstärkt, was die Spannungen weiter erhöht. Spiegel ergänzt, dass das Hauptanliegen der USA ein vollständiger Stopp der Urananreicherung im Iran ist.
Verhandlungsbereitschaft und Deeskalation
Dennoch gibt es Anzeichen für eine mögliche Deeskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Präsident Trump äußerte in jüngster Zeit, dass „Teheran redet mit uns“, während Irans Präsident Massud Peseschkian die Notwendigkeit von Diplomatie betonte. Beide Seiten zeigen Verhandlungsbereitschaft, und Trump deutete an, dass man sehen werde, ob eine Einigung erreicht werden könne. Tagesschau berichtet von diesen Signalen der Annäherung.
Dennoch warnt Israel davor, dass die USA sich lediglich auf das iranische Atomprogramm konzentrieren und andere kritische Themen, wie das Raketenprogramm und die Unterstützung von israelfeindlichen Kräften, vernachlässigen könnten. Politikwissenschaftlerin Ruth Pines Feldman beschreibt die US-Strategie als „Kanonenboot-Diplomatie“, was bedeutet, dass militärische Stärke eingesetzt wird, um politische Ziele zu erreichen. Während die Gespräche fortgesetzt werden, machen sowohl die USA als auch der Iran deutlich, dass der Weg zu einer Lösung herausfordernd bleibt.
In der Zwischenzeit versetzte Iran am Samstag seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft, was die anhaltende Unsicherheit in der Region verdeutlicht. Zudem gab es in Bandar Abbas eine heftige Explosion, die auf ein Gasleck zurückgeführt wurde und zunächst Spekulationen über einen möglichen Angriff hervorrief. Dies zeigt, wie angespannt die Lage im Iran ist und wie empfindlich die soziale und politische Stabilität ist.