
In der Diskussion um das Tiroler Landesbudget 2025 entbrannte ein heftiger Streit zwischen den politischen Parteien. Klubobmann Markus Sint von der Liste Fritz kritisierte die schwarz-rote Landesregierung und bezeichnete das Budget als „mutlos und ideenlos“. Er nennt es ein „Verwalterbudget“, das seiner Meinung nach keine Strukturreformen oder innovativen Projekte beinhaltet. Sint kündigte an, dass seine Fraktion 23 Abänderungsanträge einbringen werde, um konkrete Schwerpunkte auf Themen wie Kinderbetreuung und Pflege zu setzen. Er forderte unter anderem zusätzliche Ausgaben für kostenlose öffentliche Verkehrsmittel sowie eine kostenlose Kinderbetreuung. Diese Maßnahme stellte er in den Kontext von Einsparungen bei anderen Ausgaben, wie dem Marketingbudget des Landes und der Tiroler Landeszeitung, die er als überflüssig bezeichnete, wie auf tirol.orf.at berichtet wurde.
Auch die Grünen äußerten sich kritisch zum Budget. Landessprecher Werner Mair bemängelte das Fehlen von Investitionen in die Wohnbauförderung und forderte zusätzlich 35 Millionen Euro für die Wohnhaussanierung. Nach seiner Ansicht fehlen auch Mittel zum Naturschutz, die bereits seit drei Jahren versprochen wurden. In der Budgetplanung 2025 erwartet die schwarz-rote Regierung Einnahmen von 5,72 Milliarden Euro und Ausgaben von über 6 Milliarden Euro. Für 2026 plant man zwar wieder ein Nulldefizit, doch die Kritik an der Finanzierung der Mindestsicherung hält an. FPÖ-Klubobmann Markus Abwerzger stellte klar, dass die fast 80 Millionen Euro, die dafür eingeplant sind, eine „soziale Hängematte für arbeitsfähige Asylberechtigte“ nicht rechtfertigen dürften, was ebenfalls die Aufmerksamkeit auf die soziale Verantwortung der Regierung lenkt, entsprechend den Berichten auf burgenland.orf.at.
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