
Die jüngst durch den Nationalrat und Bundesrat beschlossene Mietpreisbremse wird scharf kritisiert. FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz und Wohnsprecher NAbg. Michael Oberlechner posieren schockiert über die „Dilettantismus“ der Regierung, die trotz ihrer wohlmeinenden Absichten eine Regelung präsentiert hat, die sich als fehlerhaft herausstellt. Laut Schnedlitz müssen die Verantwortlichen den Fehler umgehend beheben, sonst könnte dies als Eingeständnis gewertet werden, dass die Unterbringung von Mietern nicht der wahre Beweggrund dieser Gesetzesinitiative war, sondern lediglich eine taktische Aktion zur Wählergewinnung.
Das Problem liegt darin, dass die Regelung, die eine Erhöhung der Mietrichtwerte ab dem 1. April stoppen sollte, nur für Neuvermietungen gilt. Verträge, in denen Mieterhöhungen an den Verbraucherpreisindex gekoppelt sind, bleiben rechtlich unberührt. Daher könnte es dazu kommen, dass bis zu 50 Prozent aller bestehenden Mietverträge unzureichend geschützt sind. Experten der Mietervereinigung wiesen darauf hin, dass die neuen Bestimmungen nicht ausreichend sind, um echte Entlastungen für Mieter zu schaffen, und kritisieren das Fehlen eines realistischen Ansatzes für ungeregelte Mietverhältnisse im privaten Neubau.
Kritik und Analyse des Mietpreisdeckels
Der Mietpreisdeckel, den die Regierung im Dezember 2023 eingeführt hat, soll für circa 1,2 Millionen Haushalte gelten, jedoch gibt es wesentliche Ausschlüsse. Rund 425.000 Haushalte im ungeregelten privaten Bereich, zu denen auch Geschäftsräume zählen, profitieren nicht von dieser Maßnahme. Die Mietervereinigung bestätigt einen trendmäßigen Rückschritt in der Mietpolitik, wodurch viele Mieter nach wie vor überproportional belastet werden. Die neuen Regelungen garantieren nicht die notwendige Entlastung in Anbetracht der steigenden Lebenshaltungskosten.
Zusätzlich wird prognostiziert, dass die Mietpreise für Kategorie-Mieter sogar steigen könnten, während die Mietervereinigung ein Modell vorschlägt, das eine echte Mietpreisbremse mit einer Obergrenze von 2 Prozent pro Jahr vorsieht, unabhängig von Gebäudealter oder Vertragsdetails. Noch bleibt ungewiss, ob und wie die Regierung auf diese zunehmenden Kritiken reagieren wird, während viele Mieter weiterhin bang auf ihre nächsten Mietabrechnungen schauen.
Genauere Informationen zu den Auswirkungen der Mietpreisbremse wurden von der Mietervereinigung detailliert analysiert, wie auf deren Webseite festgehalten ist.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung