Am 13. November 2025 trafen sich die Außenminister der G7-Staaten in Niagara-on-the-Lake, Kanada, mit dem Ziel, den Druck auf Russland im laufenden Ukraine-Krieg zu erhöhen. Besondere Aufmerksamkeit galt der Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe. Vienna.at berichtet, dass die Minister wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland ankündigten, ohne jedoch spezifische Details zu diesen Maßnahmen zu nennen.

Ein zentrales Thema der Gespräche war auch die kritische Haltung gegenüber Chinas Unterstützung für Russland. Die G7-Staaten erklärten, dass sie die wirtschaftlichen Kosten für Russland erhöhen und Maßnahmen gegen Länder und Organisationen prüfen würden, die Russlands Kriegsanstrengungen unterstützen. Hintergrund dieser Diskussion sind die wachsenden Zweifel an der Verhandlungsbereitschaft Moskaus, insbesondere nach einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin.

Ukrainische Unterstützung und regionale Sicherheit

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nahm ebenfalls an dem Treffen teil und forderte Raketen mit größerer Reichweite, um die militärische Situation in der Ukraine zu verbessern. Zudem wurde die Unterstützung der G7 für Trumps Plan zur Beendigung des Konflikts zwischen Israel und Hamas im Gazastreifen bekräftigt, während die Minister sich auch zur Partnerschaft in der Sicherung von Häfen und Seewegen gegen Drogenschmuggel bekannten.

Entgegen dieser Bestrebungen blieben die umstrittenen US-Militärschläge gegen mutmaßliche Schmugglerboote in der Karibik unkommentiert. Die G7 äußerte außerdem scharfe Kritik an Chinas Lieferung von Waffen und Dual-Use-Gütern an Russland und betonte die Dringlichkeit bezüglich Chinas militärischer Aufrüstung sowie seines Atomwaffenarsenals. ZDF heute fügt hinzu, dass auch eine Verurteilung von Nordkorea und Iran für deren militärische Unterstützung Russlands zur Sprache kam.

Einheit des Westens und geopolitische Spannungen

Die G7-Außenminister haben sich trotz bestehender Spannungen innerhalb der Gruppe darauf geeinigt, die Einheit des Westens zu demonstrieren. Sie forderten Russland auf, einer Waffenruhe zuzustimmen und warnen vor weiteren Sanktionen, sollte es dieser Aufforderung nicht nachkommen. Zudem wurde betont, dass die Ukraine Sicherheitszusagen für die Zeit nach dem Krieg benötige.

Die Diskussionen über formale Erklärungen zogen sich hin und waren nicht ohne Schwierigkeiten, besonders angesichts der angespannten Beziehungen zwischen den USA unter der Regierung Trump und anderen G7-Staaten. Auch die geopolitische Lage in der Taiwanstraße sowie die Situation im Ost- und Südchinesischen Meer bleiben ein zentraler Punkt der internationalen Diplomatie, mit dem Kanada Bestrebungen nach engeren Beziehungen zu Europa, insbesondere Großbritannien, in Verbindung bringt.