Am 17. Jänner 2026 hat der internationale Friedensrat, unter der Leitung von US-Präsident Donald Trump, bedeutende Fortschritte im Umgang mit der aktuellen Situation im Gazastreifen angekündigt. Laut einem Bericht von Kleine Zeitung sind Steve Witkoff, der Sondergesandte von Trump, sowie weitere hochrangige Mitglieder bekannt gegeben worden. Darunter befinden sich Marc Rowan, der CEO von Apollo Global Management, und Ajay Banga, der Präsident der Weltbank.
Im Oktober 2025 hatten Israel und Hamas einem Friedensplan zugestimmt, der nun zu einer Übergangsregierung im Gazastreifen geführt hat. Diese neue 15-köpfige Regierung, geleitet von Ali Schaath, setzt sich aus Technokraten, Vertretern des Privatsektors und von Nichtregierungsorganisationen zusammen, wie Tagesschau berichtet. Der Friedensrat wird auch die Überwachung dieser Regierung und eines internationalen Stabilisierungsteams übernehmen, wobei Nikolaj Mladenow als Hohen Repräsentanten fungieren wird.
Friedensplanung und Herausforderungen
Die Entwicklungen im Gazastreifen stellen eine Herausforderung für alle Beteiligten dar. Trotz eines seit Oktober geltenden Waffenstillstands kommt es weiterhin zu gewaltsamen Vorfällen. In der Zeit seit Beginn der Waffenruhe wurden über 440 Palästinenser, darunter über 100 Kinder, und drei israelische Soldaten getötet. Diese alarmierenden Zahlen werfen Fragen zur Stabilität des Friedensplans auf, der als ein entscheidender Schritt zur Beendigung des Konflikts gilt.
Das UN-Sicherheitsratsmandat, das im November 2025 verabschiedet wurde, erlaubt die Implementierung einer internationalen Stabilisierungstruppe, die eng mit Israel, Ägypten und neu ausgebildeten palästinensischen Kräften zusammenarbeiten soll. Laut DW gingen 13 der 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats für die Resolution ein, die als rechtlich bindend erachtet wird. Vor allem die Hamas wurde von Regierungsfunktionen im Gazastreifen ausgeschlossen, was ihre zukünftige Rolle in der politischen Landschaft entscheidend einschränkt.
Ausblick und internationale Reaktionen
Der internationale Frieden steht nun vor einer Reihe von Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Entwaffnung der Hamas. Diese lehnt bislang alle Pläne für eine friedliche Koexistenz ab, obwohl Hamas-Mitglieder, die sich zu einem solchen Weg bekennen, Amnestie erhalten sollen. Nach vorangegangenen Spannungen und Differenzen zwischen den Konfliktparteien könnte die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensplans komplizierter sein als zunächst erhofft.
Die Entwicklung einer palästinensischen Übergangsregierung stellt einen Teil der internationalen Bestrebungen dar, die Grundversorgung des Gazastreifens sicherzustellen. Zudem ist eine internationale Überwachung durch ein „Board of Peace“ vorgesehen. Während die internationale Gemeinschaft auf Fortschritte hofft, bleibt die Situation im Gazastreifen angespannt, und die anhaltenden Konflikte werfen einen Schatten auf die Aussichten für einen nachhaltigen Frieden.