Ghislaine Maxwell, die verurteilte Komplizin von Jeffrey Epstein, verweigerte am 9. Februar 2026 in einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus die Aussage. Ihr Anwalt erklärte, dass sie nur bereit sei auszusagen, wenn sie von Donald Trump begnadigt werde. James Comer, der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses, zeigte sich enttäuscht über Maxwells Weigerung, Fragen zu beantworten und betonte die Wichtigkeit ihrer Aussagen in dieser Thematik.
Maxwell, die derzeit eine 20-jährige Haftstrafe wegen Menschenhandels mit Minderjährigen verbüßt, berief sich auf ihr Recht zu schweigen, das ihr durch den fünften US-Verfassungszusatz zugesichert ist. Bei der Sitzung, die hinter verschlossenen Türen stattfand, wurde sie per Video aus einem Gefängnis in Texas zugeschaltet, das als „Wellness-Gefängnis“ kritisiert wird. Ihre Anwälte hatten außerdem rechtliche Immunität für ihre Aussage gefordert, was jedoch vom Kongress abgelehnt wurde.
Maxwell und ihre Verbindungen zu prominenten Persönlichkeiten
Maxwell, die eine langjährige Vertraute von Epstein war, wird beschuldigt, als Zuhälterin in einem Kindesmissbrauchsring gewirkt zu haben. Jeffrey Epstein wurde 2008 wegen Anstiftung zur Prostitution verurteilt, erhielt jedoch eine umstrittene 18-monatige Haftstrafe. Seine Verbindungen zu zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, darunter Bill und Hillary Clinton sowie Donald Trump, werfen dunkle Schatten auf die Szene. Epstein soll über tausend Minderjährige missbraucht haben. In diesem Kontext suchen die US-Behörden nach weiteren Personen, die mit Epstein in Verbindung stehen.
In ihren Aussagen bot Maxwell an, sowohl Bill als auch Hillary Clinton sowie Donald Trump in der Affäre um den Missbrauch zu entlasten. Sie behauptete, dass weder Clinton noch Trump sich in ihrer Beziehung zu Epstein eines Fehlverhaltens schuldig gemacht hätten. Dies führte zu Spekulationen, dass Maxwell möglicherweise versucht, Trump zu einer Begnadigung zu bewegen, ein Vorwurf, der von vielen demokratischen Abgeordneten geäußert wird.
Die Rolle von Jeffrey Epstein und die laufenden Ermittlungen
Die US-Behörden haben im Zusammenhang mit dem Epstein-Fall mehr als drei Millionen Dokumente veröffentlicht und das öffentliche Interesse an den Vorgängen ist stark gestiegen, insbesondere nach der Präsidentschaftswahl 2024. Epstein starb unter mysteriösen Umständen im August 2019 in seiner Gefängniszelle, kurz nachdem er erneut festgenommen worden war. Bisher konnte kein Fehlverhalten von den Clintons oder Trump nachgewiesen werden, was die Diskussion um das Thema weiterhin anheizt.
Maxwell, geboren am 25. Dezember 1961 in Frankreich, wuchs in einflussreichen Verhältnissen auf. Ihre Verbindungen zu Epstein begannen in den frühen 1990er Jahren, und sie spielten eine zentrale Rolle in seinem sozialen Kreis. Die Aliasierung als „Zuhälterin“ wirft weiterhin Fragen auf, während die Ermittlungen gegen Epstein und seine Unterstützer weitergeführt werden.
Bill und Hillary Clinton sind für Ende Februar vor dem Kongressausschuss angesetzt, um ihre Rolle zu klären, während Trump, trotz seiner Verbindungen zu Epstein, bisher nicht zur Aussage vorgeladen wurde. Der Fall bleibt komplex und zieht sich über viele politische und gesellschaftliche Ebenen.
Die Vernehmungen und Diskussionen um Maxwell und Epstein betreffen nicht nur die rechtlichen Aspekte ihres Handelns, sondern auch die gesellschaftlichen und moralischen Fragen, die mit der Thematik des sexuellen Missbrauchs verbunden sind. In den kommenden Wochen dürfte dieser Fall weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit stehen.
Für weiterführende Informationen zum Thema, besuchen Sie bitte vienna.at, zeit.de und Wikipedia.