Die Trump Organization hat heute offiziell den Eintritt in den US-Mobilfunkmarkt verkündet und damit die Einführung eines eigenen Smartphones und eines neuen Mobilfunkangebots angekündigt. Zielgruppe sind vor allem konservative Kunden, wie vienna.at berichtet. Die Produkte sollen ab September erhältlich sein und werden unter dem Namen „Trump Mobile“ und „T1 Phone“ vermarktet.

Donald Trump Jr. erklärte in einer Pressemitteilung, dass das neue Smartphone in den USA produziert wird und für 499 US-Dollar erhältlich sein wird. Der Mobilfunktarif umfasst unbegrenzte Gespräche, SMS und Daten zu einem monatlichen Preis von 47,45 US-Dollar. Laut mashable.com wurde auch angekündigt, dass Trump Mobile Telemedizindienste sowie Pannenhilfe über Drive America anbieten wird. Dies soll für die Kunden eine „transformative, neue Mobilfunkdienstleistung“ darstellen.

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Produktion und Marktstrategie

Das „T1 Phone“ wird in den USA hergestellt, was einen wichtigen Punkt in der Unternehmensstrategie darstellt, da Donald Trump Sr. in der Vergangenheit die amerikanische Produktion von Geräten wie dem iPhone gefordert hat. Er wurde sogar im Rahmen von Diskussionen über Zölle auf ausländische Produkte aktiv, indem er Apple CEO Tim Cook aufgefordert hat, die Herstellung in den USA auszubauen. Diese Entschei­dungen könnten der Trump Organization helfen, sich im umkämpften Mobilfunkmarkt auszubreiten.

Die Einführung fällt auf das zehnjährige Jubiläum von Trumps erster Präsidentschaftskampagne, was die Aufmerksamkeit auf das neue Angebot zusätzlich steigern dürfte. Donald Trump Jr. betonte, dass die Qualität und der Service von Trump Mobile den Erwartungen der Kunden gerecht werden sollen und dass ein 24/7-Kundenservice innerhalb der USA eingerichtet wird.

Marktumfeld und Wettbewerb

Der US-Mobilfunkmarkt wird derzeit von drei großen Anbietern dominiert: AT&T, T-Mobile und Verizon, die zusammen etwa 95 Prozent des Marktes kontrollieren. Laut statista.com wurden in den letzten Jahren jährlich über 60 Millionen Smartphones verkauft, wobei die meisten von Marken wie Apple und Samsung stammen, die ihre Geräte im Ausland produzieren. Die Einführung von Trump Mobile könnte daher auf ein gemischtes Echo stoßen, besonders angesichts der bestehenden Dominanz dieser etablierten Unternehmen.

In den letzten Tagen fiel der Aktienkurs dieser großen Anbieter vorbörslich leicht, was auf mögliche Sorge über den neuen Wettbewerber zurückzuführen sein könnte. Die Angebotspalette der Trump Organization wird von Donald Trump Jr. und Eric Trump geleitet und könnte möglicherweise interessante Veränderungen im Mobilfunksektor herbeiführen.