In Tumbler Ridge, British Columbia, kam es am 11. Februar 2026 zu einem tragischen Vorfall, der das kleine Städtchen mit seinen etwa 2.700 Einwohnern erschütterte. Bei einem Schusswaffeneinsatz in einer Schule wurden mindestens sieben Menschen getötet, darunter der mutmaßliche Schütze. Zudem kamen in einem benachbarten Wohnhaus zwei weitere Personen ums Leben. Insgesamt wurden zehn Tote, einschließlich des Schützen, sowie mehr als 25 Verletzte, von denen zwei sich in einem kritischen Zustand befinden, vermeldet. Die Polizei erhielt die erste Meldung über Schüsse um 13:20 Uhr Ortszeit und entdeckte bei ihrem Eintreffen bereits sechs Tote an der Schule. Eine weitere Person erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Der Hintergrund der Tat ist derzeit unklar, und es gibt noch keine Informationen über die Identitäten der Opfer, die sowohl Kinder als auch Lehrkräfte umfassen könnten. Premierminister Mark Carney drückte seine Bestürzung über die Ereignisse aus und sagte seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz ab, um sich mit der Situation in Kanada befassen zu können. Die Polizei hat Anwohner aufgefordert, ihre Türen zu verriegeln und sich nicht im Freien aufzuhalten, während sie eine „Frau in einem Kleid“ suchte. Mittlerweile ist jedoch klar, dass keine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit besteht, und die Identität des mutmaßlichen Schützen wurde bereits geklärt.
Reaktionen und der aktuelle Stand der Ermittlungen
Die Schusswaffengewalt in Kanada zeigt sich im Vergleich zu den USA als seltener, jedoch gibt es alarmierende Trends, die in einem Bericht des Centre for Research & Innovation for Black Survivors of Homicide Victims (The CRIB) hervorgehoben werden. Der Bericht legt nahe, dass Kanada in den letzten zehn Jahren einen Anstieg der Schusswaffengewalt erlebt hat. Insbesondere Toronto, die größte Stadt Kanadas, verzeichnete einen Anstieg um 80 % bei den Schusswaffenübergriffen zwischen 2013 und 2023. Diese Entwicklungen werfen ein Licht auf die jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die oft Rassismus und soziale Ungleichheit betreffen.
Der Bericht empfiehlt eine Verschiebung weg von reaktiven Maßnahmen hin zu proaktiven, gemeinschaftlich orientierten Präventionsstrategien. Dabei sollen investitionen in kulturell ansprechende, traumainformierte Dienste und Programme zur Konfliktlösung für Jugendliche besonders in den betroffenen Gemeinden gefördert werden. Der Anstieg der Schusswaffengewalt spiegelt nicht nur statistische Zahlen wider, sondern hat auch tiefgreifende Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden der Betroffenen, deren Familien und Gemeinschaften, die Leerstellen hinterlassen.
Die jüngsten Ereignisse in Tumbler Ridge sind ein weiterer tragischer Beleg für die dringende Notwendigkeit, gesellschaftliche Ungleichheiten anzugehen, um der Schusswaffengewalt entgegenwirken zu können. Die Aufarbeitung dieser Tragödie wird für die betroffene Gemeinde und darüber hinaus eine große Herausforderung darstellen.