Am Montagnachmittag kam es in einem Gemeindebau in der Werndlgasse, Wien-Floridsdorf, zu einer heftigen Explosion. Wie oe24.at berichtet, wurde ein Mann bei dem Vorfall schwer verletzt. Die Wiener Berufsfeuerwehr qualifizierte das Ereignis als „Verpuffung“ und entsandte zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort.

Die Rettungskräfte mussten mehrere Bewohner in Sicherheit bringen und den Zugang zur betroffenen Wohnung absperren. Bei der Explosion entstand erheblicher Schaden, vor allem an Fenstern und Türen. Der schwer verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, während die Brandgruppe des Landeskriminalamts mit den Ermittlungen zur Ursache der Explosion begonnen hat. Momentan ist unklar, wodurch das Unglück ausgelöst wurde, jedoch konnte ein Gasaustritt aufgrund einer intakten Therme ausgeschlossen werden. Zudem besteht keine weitere Gefahr für die Anwohner.

Sicherheitsmaßnahmen und Aufräumarbeiten

Die Aufräumarbeiten waren bis zum frühen Abend in vollem Gange. Insgesamt waren 24 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen im Einsatz. Auch Netzbetreiber waren vor Ort, um notwendige Vorkehrungen zu treffen. Absicherungsmaßnahmen umfassten das Verschließen der beschädigten Fenster und Türen, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.

Angesichts solcher Vorfälle ist es wichtig, sich über Sicherheitsvorkehrungen im Fall von Explosionen zu informieren. Laut bbk.bund.de sollten geeignete Schutzräume in Gebäuden genutzt werden. Diese beinhalten fensterlose Innenräume, Kellerräume sowie Treppenhäuser und Flure, um sich vor explosionsbedingten Gefahren zu schützen. Empfohlen wird, Abstand zu offenen Eingängen und Fenstern zu halten und zwei Wände zwischen sich und dem Außenbereich zu haben.

Derartige Sicherheitsmaßnahmen sind besonders relevant, da in der Vergangenheit der Bau öffentlicher Schutzräume eingestellt wurde. Aktuell prüfen Bund und Länder die Wiederinbetriebnahme dieser Schutzräume und entwickeln Kriterien zur Identifizierung geeigneter Zufluchtsorte in öffentlichen Gebäuden. Für die Bevölkerung wichtig ist die Vorbereitung auf Gefahrensituationen, einschließlich der Nutzung von Warn-Apps wie NINA, die über Gefahrenlagen und Verhaltenshinweise informiert.

Im Fall von Explosionen gilt es, die Gefahrenzone umgehend zu verlassen und Abstand zu beschädigten Gebäuden zu halten. Ebenfalls sollte man auf zusätzliche Gefahren wie elektrische Leitungen oder Gasgeruch achten. Notrufnummern sind für die Kontaktaufnahme mit Rettungskräften oder Polizei unverzichtbar, um im Notfall schnell reagieren zu können.