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Ein kleiner Ort im Bergischen Land durchlebt Momente des Grauens! Der Aufschrei kommt aus Bergneustadt, als die 58-jährige Witwe Barbara Zils am 3. Dezember erneut das Opfer einer erschreckenden Attacke wird. Um 19.30 Uhr steht sie vor dem Geldautomaten in einer Bank, als plötzlich Amaniel M., ein aus Afrika stammender Mann, neben ihr auftaucht. Bereits zwei Monate zuvor war er ihr, wie Barbara erschüttert berichtet, bei ihrer Haustür aufgelauert und hatte sie sexuell belästigt. Trotz Anzeige und Polizeibekanntheit des Mannes konnte das Unheil nicht verhindert werden.
In der verhängnisvollen Nacht versucht Barbara, Hilfe zu finden, doch ihre Bemühungen bleiben erfolglos. Niemand öffnet die Türe, ihre Freundin geht nicht ans Telefon - die Türklingel ist defekt. Und dort steht er wieder! Furchtbare Minuten, die in einem gnadenlosen Gewaltrausch enden: Schläge ins Gesicht, Blut läuft aus Nase und Mund, und Barbara sieht doppelt. Dann verschwindet Amaniel M. so plötzlich, wie er aufgetaucht war. Barbara flieht in panischer Angst zu einer Bekannten, die den Notruf absetzt, ein Krankenwagen bringt sie ins Krankenhaus.
Zerbrochene Knochen und zerbrochene Seelen
Diagnose: Drei Knochenbrüche an Jochbein, Nasenbein und Kiefer! Am 5. Dezember wird Barbara operiert, Implantate halten ihre gebrochenen Arbeitswerkzeuge im Gesicht zusammen. Ihr Körper leidet, doch die Seele leidet mehr. Seit ihr Mann vor acht Jahren an Krebs starb, kämpft Barbara mit der psychologischen Belastung und klammert sich an das Beste, das sie noch in ihrem Leben hat: Ihre Töchter. Zur Tochter zieht sie nun auch, nachdem sie im Krankenhaus entlassen wird. In ihre ursprüngliche Erdgeschosswohnung kehrt sie nicht zurück - zu viele schreckliche Erinnerungen haften an den Wänden, zu viele Male hat Amaniel M. in der Nacht gegen ihre Fenster geklopft.
Überwachungskameras der Volksbank könnten den Vorfall aufklären, doch die Polzei hat diese noch nicht ausgewertet, wie die Junge Freiheit enthüllt. Hauptkommissar Leporin von der Kreispolizeibehörde gibt sich ahnungslos: Trotz mehrfacher Vorstrafen und polizeibekanntem Status spricht er nicht von einem Risiko für Frauen der Region. Eine grobe Fehleinschätzung, glaubt Barbara, denn sie war nicht sein einziges Opfer.
Die Stadtführer schweigen
In dem 18.600-Einwohner-Städtchen Bergneustadt gibt es keine deutliche Ansage der Obrigkeit. Der Bürgermeister Matthias Thul rettet sich in diplomatische Floskeln: Man biete der Frau Hilfe an, mehr sei aus seiner Position heraus jedoch nicht zu leisten. Eine Ausländerbehörde hat die Stadt nicht, also bleibe der Aufenthaltsstatus von Amaniel M. ungeklärt. Inzwischen hat sich Barbara juristische Unterstützung geholt und beantwortet weiter Fragen der Polizei. Weitere alarmierende Details des Vorfalls gibt es jedoch auch in einem Video auf der Facebook-Seite der Jung Freiheit. Dieses zeigt weitere Vorkommnisse mit Amaniel M. und verleiht Barbaras Angst eine beängstigende Dringlichkeit.
Wie viele Male müssen Schreckenstaten geschehen, bevor Machtworte gesprochen werden? Barbara bleibt eins mit ihrer Zukunft in Bergneustadt – ein rührendes Portrait aus Stärke und verzweifelter Tapferkeit.
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