Am 6. Februar 2026 ereignete sich in Klagenfurt ein schwerer Raubüberfall, der die Öffentlichkeit in Aufregung versetzte. Ein 17-jähriger Klagenfurter bedrohte dabei zwei junge Männer, einen 25-jährigen Kärntner und einen 19-jährigen Steirer, mit einer Faustfeuerwaffe. Der Vorfall ereignete sich am späten Nachmittag gegen 17 Uhr in einer Wohnanlage, wo der Täter seine Opfer aufforderte, in die Kellerabteile zu gehen.

Dort angekommen, zwingt der Verdächtige die beiden Männer, ihr Eigentum auf den Boden zu legen. Dieser skrupellose Raubüberfall endete damit, dass der Täter einen Rucksack sowie Bargeld an sich nahm und anschließend vom Tatort flüchtete. Die beiden Opfer blieben kurz im Keller, um sich zu erholen, und suchten dann eigenständig in der Umgebung nach dem Täter. Zu ihrer Überraschung gelang es ihnen, den 17-Jährigen zu stellen.

Festnahme durch die Polizei

Die Polizei wurde gegen 18 Uhr alarmiert und rückte zur Festnahme des Verdächtigen an. Der Täter wurde kurze Zeit später aufgegriffen und in Gewahrsam genommen. Nach der Einvernahme wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die verwendete Waffe eine Gasdruck-Pistole war, die sichergestellt werden konnte.

Ursprünglich waren die Polizeibeamten zu einem anderen Vorfall, einer Rauferei unter Jugendlichen, gerufen worden. Bei ihren Ermittlungen stießen sie jedoch auf den Raub und konnten die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Die Beute, von der der Wert derzeit nicht angegeben werden kann, umfasste persönliche Gegenstände der Opfer.

Statistische Hintergründe zur Jugendkriminalität

Diese Vorfälle stehen im Kontext einer besorgniserregenden Entwicklung in der Jugendkriminalität. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 ist die Gewaltkriminalität leicht angestiegen, wobei insbesondere die Anteile der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen zugenommen haben. Im Jahr 2024 wurde ein Anstieg der tatverdächtigen Kinder um 11,3 % und der Jugendlichen um 3,8 % registriert. Experten warnen, dass psychische Belastungen und wirtschaftliche Unsicherheiten Risikofaktoren für Jugendkriminalität darstellen.

Die Entwicklungen in der Kriminalitätsstatistik zeigen, dass die Sicherheit der Bürger an dringendere Maßnahmen gebunden ist. Vorfälle wie der Raubüberfall in Klagenfurt erinnern uns daran, dass die Themen Gewalt und Kriminalität nicht nur die Täter betreffen, sondern auch die Opfer und die gesamte Gesellschaft.

Für nähere Informationen zu den kriminalstatistischen Entwicklungen lesen Sie die Berichte von Klick Kärnten, 5min und die Bundeskriminalamt.