Politik

Verantwortungsbewusster Umgang mit Asyl und Migration im Wahlkampf: Caritas-Direktor fordert Sensibilität

Die Bedeutung von Empathie und Respekt in der öffentlichen Debatte

Der Caritas-Direktor Walter Schmolly hat dazu aufgerufen, verantwortungsbewusst über Asyl und Migration im Wahlkampf zu sprechen. Er betont, dass Flüchtlinge Menschen in schwierigen Situationen sind und daher das Thema hochsensibel behandelt werden sollte. Es sei wichtig, sich bewusst zu sein, dass Asylsuchende Verfolgung erleben, auf der Flucht sind und Integrationswege bewältigen müssen.

In Bezug auf die kürzlich eingeführten Verschärfungen beim Familiennachzug auf Bundesebene und den "Vorarlberg Kodex" appelliert Schmolly an die Politik, sorgfältig darüber nachzudenken, wie sie über diese Menschen spricht. Er warnt davor, dass eine harte Wahlkampf-Rhetorik jeglicher Partei weder den geflüchteten Menschen noch der Hilfsbereitschaft im Land diene. Kontinuierlich negative Darstellungen von Menschengruppen könnten die Bereitschaft zur Unterstützung dieser Menschen beeinflussen.

Die Caritas verfolgt das Ziel, gesellschaftliche Probleme zu lösen, unabhängig von politischer Popularität. Schmolly betont, dass die Caritas nicht auf Stimmenfang aus sei, sondern darauf ausgerichtet ist, realistische Lösungen zu finden. Dies wird besonders deutlich vor dem Hintergrund des "Vorarlberg Kodex", der Asylsuchende zur freiwilligen Teilnahme an Deutsch- und Wertekursen sowie gemeinnütziger Arbeit verpflichten soll.

Verschiedene Hilfsorganisationen, darunter Diakonie, Volkshilfe, Amnesty International und SOS Mitmensch, haben die Initiative "Das Gemeinsame zuerst" ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, konstruktive und kooperative Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu fördern. Damit soll einer Polarisierung während des Wahlkampfs in Österreich entgegengewirkt werden. Diese Initiative setzt sich für die Anerkennung Österreichs als vielfältiges Land ein und fordert die Ablehnung jeglicher Formen von Diskriminierung oder Verfolgung. Wichtig ist auch die Wahrung der sozialen Sicherheit und die Anerkennung von abweichenden Meinungen.

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