Das US-Außenministerium hat die Freilassung mehrerer inhaftierter US-Bürger in Venezuela bestätigt. Dies berichtet vienna.at. US-Vertreter begrüßen diese Maßnahme als wichtigen Schritt der venezolanischen Übergangsbehörden. Die Freilassungen, die am vergangenen Donnerstag begonnen haben, geschehen unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump, der nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro am 3. Jänner angekündigt hatte, „die Kontrolle“ über das südamerikanische Land zu übernehmen.

Vor venezolanischen Gefängnissen warten viele Angehörige, um ihre Liebsten zurückzuholen. Laut Schätzungen von Menschenrechtsgruppen sind zwischen 800 und 1.200 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert, wobei das Ende des vergangenen Jahres von einer Zunahme der Inhaftierungen von Oppositionellen geprägt war.

Geplante Freilassungen unter Druck

Die venezolanische Regierung plant neben der Freilassung US-amerikanischer Bürger auch die von vielen anderen Häftlingen, darunter prominente Ausländer. Jorge Rodríguez, der Parlamentspräsident, kündigte diese umfassenden Freilassungen an, um die friedliche Koexistenz zwischen Venezuela und den USA zu fördern, wie tagesschau.de berichtet. Dies geschieht vor dem Hintergrund zahlreicher, internationaler Vorwürfe wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen durch die venezolanischen Sicherheitskräfte.

Gerüchte über prominente Oppositionelle, die freigelassen werden sollen, halten sich ebenfalls hartnäckig. Alfredo Romero, ein Vertreter der Menschenrechtsorganisation Foro Penal, bezeichnete die Ankündigung der Freilassungen als gute Nachricht und bemüht sich, die Identität der freigelassenen Häftlinge zu klären. Berichten zufolge könnten Personen wie Juan Pablo Guanipa, Rocío San Miguel und Rafael Tudares darunter sein, die im Zuge von Protestaktionen gegen die Wiederwahl Maduros festgenommen wurden.

Internationale Reaktionen und Folgen

Die Freilassungen kommen eine Woche nach der US-Militärintervention in Venezuela, bei der Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen genommen wurden. Diego Rodríguez, Maduros Nachfolgerin, verurteilte diese militärische Aktion als völkerrechtswidrig, während die Oppositionsführerin María Corina Machado die Notwendigkeit der Freilassung politischer Gefangener betonte, um einen Wandel im Land herbeizuführen. Ihr wird eine große Rolle bei den bevorstehenden Gesprächen zugesprochen, obwohl Trump klargestellt hat, dass sie keine Spitzenposition in der zukünftigen venezolanischen Regierung einnehmen wird.

Die Freilassungen werden als ein Zeichen für den Einfluss der USA in der Region gewertet. Die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, bezeichnete die Häftlingsfreilassung als ein Beispiel für die Effektivität von Trumps Politik. Die internationalen Organisationen, darunter die NGO Espacio Público, fordern jedoch, dass diese Maßnahme nicht nur ein symbolischer Akt bleibt und die venezolanische Regierung die internationale Menschenrechtscharta einhält, um echte Fortschritte zu ermöglichen, wie dw.com berichtet.