
Der US-Präsident Donald Trump hat seine Unterstützung für die umstrittene rechtsextreme europäische Politikerin Marine Le Pen signalisiert. Dies geschah, nachdem die französische Präsidentschaftskandidatin wegen Unterschlagung verurteilt wurde und für fünf Jahre von politischen Ämtern ausgeschlossen wurde. „FREIHEIT FÜR MARINE LE PEN“, schrieb Trump am Freitag auf Truth Social, und bezeichnete die Gerichtsentscheidung als eine „Hexenjagd“.
Trumps Unterstützung und die Farbrechte in Europa
Die Unterstützung für Le Pen ist eine weitere hochkarätige Unterstützung aus Trumps Umfeld für rechtsextreme Parteien in Europa. Diese Botschaft kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Trump die Jahrzehnte alten Sicherheitsgarantien nach dem Zweiten Weltkrieg in Bezug auf Europa mit seinen „America First“-Politiken in Frage stellt. Le Pens Hoffnungen, Präsidentin von Frankreich zu werden, wurde am Montag durch ein Urteil eines Pariser Gerichts erheblich geschmälert, das sie für die nächsten fünf Jahre vom politischen Amt ausschloss, nachdem sie für schuldig befunden wurde, EU-Mittel unterschlagen zu haben.
Die Folgen des Urteils für die französische Politik
Als Vorzeigefigur der rechtsextremen Nationalen Rallye (RN)-Partei galt Le Pen als Favoritin für die nächste Wahl, doch das Urteil hat die französische Politik in Aufruhr versetzt. „Ich kenne Marine Le Pen nicht, schätze aber, wie hart sie über viele Jahre gearbeitet hat“, schrieb Trump weiter. Das Urteil wird als „geringfügige Anklage“ betrachtet, die sie wahrscheinlich nicht einmal kannte – es erinnere ihn an einen „Buchhaltungsfehler“.
Le PENS Reaktion auf die Gerichtsentscheidung
Die vorsitzende Richterin in Le Pens Fall, Bénédicte de Perthuis, erklärte, dass das Vorgehen der Politikerin eine „ernsthafte und anhaltende Bedrohung der Regeln des demokratischen Lebens in Europa, vor allem in Frankreich, darstelle“. Neben dem politischen Ausschluss erhielt sie eine vierjährige Freiheitsstrafe, von denen zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden und sie unter Hausarrest verbringen muss, sowie eine Geldstrafe von 100.000 Euro.
Trumps Verbindung zu Le Pen und den Rechtsextremen
Le Pen, Tochter des Parteigründers Jean-Marie Le Pen, bezeichnete das Urteil in einem Fernsehinterview als rein „politische Entscheidung“ und behauptete, dass das „Rechtssystem vollständig verletzt“ worden sei. Sie plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen, wie ihr Anwalt mitteilte. Trump bezeichnete das Urteil als „sehr großes Ding“ und zog Parallelen zu seinen eigenen rechtlichen Schwierigkeiten.
Der Aufruf zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung
Trump attackierte europäische Politiker direkt, indem er bemerkte: „Die Hexenjagd gegen Marine Le Pen ist ein weiteres Beispiel für europäische Linke, die mit Hilfe des Rechtsystems versuchen, freie Meinungsäußerung zu unterdrücken und ihre politischen Gegner zum Schweigen zu bringen“.
Internationale Reaktionen und politische Verstrickungen
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Le Pen tatsächlich eine Gefängnisstrafe antreten wird. Trumps Statement spiegelt die Ansichten seines Topberaters Elon Musk wider, der ebenfalls öffentlich die Haftstrafe für Le Pen kritisierte. Musk äußerte, dass die radikale Linke, wenn sie nicht über Wahlen gewinnen könne, das Rechtssystem missbrauche, um ihre Gegner ins Gefängnis zu bringen.
Unterstützung für andere rechtsextreme Politiker in Europa
Die Trump-Administration hat auch gegen vermeintliche Angriffe auf andere rechtsextreme Politiker in Europa protestiert, darunter eine Entscheidung, die rumänische Präsidentschaftswahl zu wiederholen, nach einem aufgedeckten möglichen russischen Eingriff in die Wahlkampagne eines rechtsextremen Kandidaten. Vizepräsident JD Vance hat ebenfalls rechtsextreme Gruppen in Europa, einschließlich der anti-immigrantischen Alternative für Deutschland (AfD), öffentlich unterstützt. Musk hat die AfD in den vergangenen Wahlen ermutigt, und die Partei hat die Stimmen nahezu verdoppelt und sich auf den zweiten Platz hinter der CDU geschoben.
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