Die USA haben am Mittwoch in einer entscheidenden Besprechung mit der Ukraine und europäischen Verbündeten über die Beendigung von Russlands Krieg gegen die Ukraine beraten. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete das Gespräch als „fruchtbar“. Anwesend waren nationale Sicherheitsberater aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie der ukrainische Sicherheitsratssekretär Rustem Umjerow. Auch US-Außenminister Marco Rubio und Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, nahmen teil.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Stärkung von Sicherheitsgarantien und die Entwicklung effektiver Deeskalationsmechanismen. Witkoff kündigte an, dass die Koordination im neuen Jahr fortgesetzt werden soll. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte zudem ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater der „Koalition der Willigen“ am 3. Jänner in der Ukraine an, gefolgt von einem weiteren Treffen der Staatschefs am 6. Jänner.
Koalition der Willigen und Sicherheitsgarantien
Die „Koalition der Willigen“ besteht aus westlichen Ländern, die die Ukraine militärisch unterstützen. Rustem Umjerow informierte Selenskyj über die Ergebnisse des Telefonats und kündigte die Teilnahme von Vertretern von mehr als zehn Ländern sowie der NATO, der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates für das Treffen am 3. Jänner an. Partner aus den USA sollen online zugeschaltet werden.
Diese Gespräche sind Teil eines größeren Kontexts, in dem die Debatte über Sicherheitsgarantien für die Ukraine zunehmend an Fahrt aufnimmt. Die EU-Staats- und Regierungschefs erörtern die Notwendigkeit eines Schutzversprechens, das analog zum Artikel 5 des NATO-Vertrags wäre. EU-Ratspräsident António Costa hebt die wachsende Dynamik in dieser Hinsicht hervor.
Frühere Gespräche und Deutschland
Bereits am 15. Dezember 2025 trafen sich Selenskyj und Witkoff in Berlin, wo sie nächste Schritte zur Beendigung des Ukraine-Kriegs besprachen. Witkoff bezeichnete dieses Gespräch als „produktiv“ und äußerte auch, dass die Sicherheit der Ukraine eine Priorität darstelle. An diesem Gespräch nahmen auch Günter Sautter, der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, sowie andere europäische Vertreter teil.
Deutschland hat seine Bereitschaft zur Beteiligung an den Sicherheitsgarantien signalisiert. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius betont die Notwendigkeit, Verhandlungen, US-Beiträge und Abstimmungen mit den Partnern zu berücksichtigen. Fachleute warnen jedoch vor Herausforderungen bei der Umsetzung der Sicherheitsgarantien, insbesondere in Bezug auf die Stationierung von Truppen.
Die Rolle der USA und Truppenstationierung
US-Präsident Trump hat den Beitrag der USA präzisiert und angeboten, europäische Friedenstruppen aus der Luft zu unterstützen, jedoch die Entsendung von US-Truppen abgelehnt. Trump erklärt, dass einige europäische Länder, darunter Frankreich, Deutschland und Großbritannien, bereit seien, Bodentruppen in die Ukraine zu entsenden. Laut der Stiftung Wissenschaft und Politik sind jedoch etwa 150.000 Soldaten für eine glaubwürdige militärische Absicherung nötig.
In einer weiteren Wendung stellte Wladimir Putin in seiner Neujahrsansprache fest, dass er ein gutes neues Jahr für russische Soldaten in der Ukraine wünsche und von einem „Sieg“ Russlands sprach. Diese Äußerung reihte sich in die komplexe Gemengelage um den Konflikt ein, der sowohl militärische als auch diplomatische Maßnahmen erfordert, um zu einer friedlichen Lösung zu gelangen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die laufenden Verhandlungen und die Entwicklung von Sicherheitsgarantien im Rahmen der „Koalition der Willigen“ eine entscheidende Rolle bei den Bemühungen um Frieden in der Ukraine spielen. Die Diskussionen sind bedeutend für die zukünftige Stabilität in der Region und die Sicherheit der am Konflikt beteiligten Nationen.
Weitere Details über die Gespräche und Entwicklungen finden Sie auf oe24, watson und Tagesschau.