Politik

Korruptionsverdacht belastet FPÖ-Chef Kickl

Korruptionsverdacht gegen FPÖ-Chef Kickl: Neue Enthüllungen vor Wahl in Wien

Im Vorfeld der Parlamentswahl in Österreich steht Herbert Kickl, der Vorsitzende der rechtspopulistischen FPÖ, unter dem Verdacht der Korruption. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien ermittelt gegen Kickl und weitere führende Politiker der Partei. Der Vorwurf lautet, dass sie während ihrer Amtszeit in der Regierung Werbeanzeigen in einer Boulevardzeitung geschaltet haben, um positive Berichterstattung zu erhalten.

Die mutmaßlichen Vergehen ereigneten sich zwischen Januar 2018 und Mai 2019, als Kickl das Amt des Innenministers innehatte. Neben Kickl sind auch Norbert Hofer, ehemaliger Verkehrsminister, und Heinz-Christian Strache, Ex-Parteichef und Vizekanzler, in die Ermittlungen involviert. Die FPÖ reagierte gelassen auf die Vorwürfe und ist zuversichtlich, dass das Verfahren eingestellt wird. Sie sieht das Ganze als Versuch, der Partei zu schaden.

Diese Untersuchungen stehen im Zusammenhang mit der sogenannten Ibiza-Affäre, die 2019 durch ein heimlich aufgenommenes Video ausgelöst wurde. Das Video zeigte Strache, wie er einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte Staatsaufträge im Austausch gegen Wahlhilfe in Aussicht stellte. Die Veröffentlichung des Videos führte zu weitreichenden Ermittlungen und letztendlich zum Rücktritt von Strache und der ersten Regierung Kurz.Obwohl Sebastian Kurz später erneut zum Kanzler gewählt wurde, trat er im Oktober 2021 aufgrund verschiedener Korruptionsvorwürfe und einer Affäre um gefälschte Umfragen zurück. Kurz wurde später wegen Falschaussage zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

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