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Förderung des attraktiven Pflegesystems: Fokus auf Pflege daheim und gerechten Pflegeschlüssel

In einem Artikel von www.ots.at ist zu lesen, dass der österreichische Nationalratsabgeordnete Mag. Christian Ragger die derzeitige Pflegesituation in Österreich als dramatisch bezeichnet. Ein wesentliches Problem besteht seiner Meinung nach in der uneinheitlichen Finanzierung der Pflege. Die Zuständigkeit ist auf die Gemeinden, Länder und den Bund verteilt, was zu einem ständigen Ungleichgewicht führt. Ragger fordert daher eine klare politische Lösung, bei der jeder Mensch die benötigte Unterstützung erhält und diese einheitlich finanziert wird.

Ein weiterer Aspekt, den Ragger hervorhebt, ist die Vielfalt der Regelungen zur Ausbildung von Pflegekräften in den Bundesländern. Hier müsse eine einheitliche Pflegeausbildung geschaffen werden. Zudem bemängelt er, dass die Kosten für die Pflegeausbildung hoch seien, während Polizeischüler ein deutlich höheres Gehalt während ihrer Ausbildung erhielten. Dies sei seiner Meinung nach nicht gerecht.

Ein wichtiger Punkt, den Ragger anspricht, ist auch der Pflegeschlüssel. Wenn eine Pflegekraft für 25 bis 30 Personen verantwortlich sei, könne dies zu einer extremen Arbeitsbelastung führen, die kaum zu bewältigen sei. Diese Überforderung könne zu Burnout führen und dazu, dass immer weniger Menschen den Beruf in der Pflege ergreifen möchten. Ragger fordert daher eine ehrliche Diskussion über den Pflegeschlüssel und Veränderungen in diesem Bereich.

Ragger schlägt vor, angepasste Wohnlösungen wie das Konzept des "Ambient Assisted Living" zu fördern, um sowohl die Heime als auch die Pflegekräfte zu entlasten und älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Er verweist auf die Niederlande, wo bereits 20 Prozent der älteren Bevölkerung auf diese Weise versorgt werden können und das Pflegesystem dadurch jährlich entlastet wird.

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Abschließend betont Ragger, dass das derzeitige Volksbegehren zur Pflege zwar einen wichtigen Anstoß gegeben habe, jedoch weitere Entwicklungen nötig seien. Es gelte, die Pflege zu Hause attraktiver zu gestalten und die Bedingungen für Pflegekräfte zu verbessern. Nur gemeinsam könne eine nachhaltige und gerechte Pflegesituation in Österreich geschaffen werden.

Quelle: www.ots.at

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