Politik

Europawahl 2024: Neuerungen und Chancen für junge Wähler in Deutschland

Was Sie über die Europawahl 2024 wissen müssen

Die bevorstehende Europawahl 2024 hält einige Neuerungen bereit, darunter eine Erweiterung des Parlaments und die Senkung des Wahlalters in Deutschland. Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige in der Bundesrepublik ihre Stimme abgeben, um eine der 35 Parteien und politischen Vereinigungen zu unterstützen. Im Vergleich zur Bundestagswahl haben die Wahlberechtigten bei der Europawahl nur eine Stimme, die sie auf dem Wahlzettel abgeben können.

Die Gestaltung der Stimmzettel variiert je nach Bundesland. Zunächst werden die Parteien gemäß ihrem Abschneiden bei der letzten Europawahl aufgeführt, gefolgt von den Parteien, die nicht an der aktuellen Wahl teilnehmen. Die CDU belegt in neun Bundesländern den Spitzenplatz auf den Wahlzetteln, gefolgt von den Grünen in drei Ländern und der AfD sowie der SPD in jeweils zwei Ländern. Neue politische Gruppierungen wie das „Bündnis Sahra Wagenknecht“, die Klima-Organisation „Letzte Generation“ und die „Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch“ sind ebenfalls vertreten.

Eine Besonderheit dieser Europawahl ist das Fehlen einer Prozent-Klausel, die deutschen Kleinstparteien mit niedrigem Wahlergebnis den Einzug ins EU-Parlament ermöglicht. Erst bei der nächsten Europawahl im Jahr 2029 soll eine Sperrklausel von mindestens zwei Prozent eingeführt werden. Im Gegensatz dazu legen andere EU-Länder bestimmte Prozenthürden fest, die Parteien überschreiten müssen, um ins Parlament einzuziehen.

Zusätzlich werden ab diesem Jahr 720 Sitze im Europäischen Parlament belegt, im Gegensatz zu den bisherigen 705. Deutschland stellt derzeit mit 96 Abgeordneten die größte Fraktion im Parlament. Die Europawahl 2024 verspricht also nicht nur politische Veränderungen, sondern auch eine breitere Vertretung im EU-Parlament.

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