Saudi-Arabien hat Iran ein scharfes Ultimatum gestellt und warnt vor einer möglichen „Fehlkalkulation“ nach den jüngsten Raketen- und Drohnenangriffen. Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman äußerte sich am Samstag zu den aggressiven Aktionen Teherans, die die regionale Sicherheit und Stabilität erheblich gefährden. Der Minister betonte die Notwendigkeit einer wechselseitigen Weisheit, um weitere Eskalationen zu vermeiden, und sprach dabei auch in einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir über die erforderlichen Maßnahmen zur Beruhigung der Situation. [Exxpress] berichtet, dass diese Angriffe in Reaktion auf vorherige Militärschläge im Rahmen des Konflikts zwischen Iran, Israel und den USA stehen.

In den letzten Tagen haben sich die Spannungen im Nahen Osten erheblich verschärft. Iran reagierte mit Angriffen auf Nachbarstaaten, als Vergeltung für die militärischen Aktionen von Israel und den USA gegen iranische Ziele. Am 28. Februar 2026 bombardierten Israel und die USA mehrere Standorte im Iran, wobei sie sich dabei auf das Recht auf Selbstverteidigung gemäß der UN-Charta beriefen. Laut Völkerrechtlern ist jedoch unklar, ob die Voraussetzungen für Selbstverteidigung tatsächlich gegeben waren [Deutschlandfunk].

Angriffe auf US-Militärstützpunkte und Botschaften

Besonders betroffen war Saudi-Arabien, wo Raketenangriffe auf einen US-Militärstützpunkt und Drohnenangriffe auf strategische Erdölfelder abgewehrt wurden. Auch die US-Botschaft in Riad wurde von zwei Drohnen angegriffen, was zur Evakuierung des Botschaftspersonals führte. Zudem forderte das US-Außenministerium amerikanische Bürger in der Region auf, sofort zu verlassen. [Tagesschau] beschreibt auch, dass in Kuwait die US-Botschaft ebenfalls Ziel eines Drohnenangriffs wurde, während zwei kuwaitische Marinesoldaten bei einem Militäreinsatz ums Leben kamen.

Die Angriffe betreffen auch den Libanon, wo Israel auf Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah zielte. Mindestens 52 Menschen verloren ihr Leben, und tausende flohen vor den Kampfhandlungen. Gleichzeitig gab es Berichte über zwei Explosionen in Teheran, die durch einen israelischen Luftangriff auf den Sitz des iranischen Staatsrundfunks Irib verursacht wurden [Tagesschau].

Reaktionen der Arabischen Liga

In Anbetracht dieser Entwicklungen hat die Arabische Liga für Sonntag eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um die iranischen Angriffe zu besprechen. Diese Sitzung, beantragt von Ägypten, Jordanien, Katar, Kuwait, Oman und Saudi-Arabien, wird die aggressive Außenpolitik Teherans beleuchten. Generalsekretär Ahmed Aboul Gheit hat die Angriffe als klare Verletzung des Völkerrechts und der UNO-Charta verurteilt [Exxpress].

Die Spannungen zwischen Iran und seinen Nachbarn scheinen in Anbetracht der militärischen Drohungen und vergeltenden Maßnahmen weiter zuzunehmen. Viele Experten warnen, dass die fortwährende Erosion des Völkerrechts durch solche Konflikte gefährlich für die internationale Stabilität wird. Völkerrechtler kritisieren die Legitimität der Angriffe der USA und Israels und weisen darauf hin, dass die Vorbedingungen für Selbstverteidigung nicht erfüllt seien [Deutschlandfunk].

Mit der aktuellen Situation ist ein Ende der Konflikte in Sichtweite, während die internationale Gemeinschaft besorgt auf die Entwicklungen reagiert. Die Verantwortung für den Frieden in der Region könnte in den kommenden Wochen auf der Kippe stehen.