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China erkennt Chancen in der von Trump veränderten Welt

Trump verwirrt die Weltpolitik und öffnet China Türen: Während seine Entscheidungen in Hongkong für Aufregung sorgen, plant Peking, seine globale Macht auszubauen!

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat mit seiner Neuausrichtung der US-Außenpolitik Besorgnis bei Verbündeten und hilfsbedürftigen Nationen ausgelöst. Seine Regierung hat die Entwicklungshilfe eingefroren, mit der Übernahme souveräner Gebiete anderer Länder gedroht, wichtige internationale Organisationen verlassen und Europa mit einer Annäherung an Russland entfremdet. Diese turbulente Wendung signalisiert eine Abkehr von der Führungsrolle in einer liberalen Ordnung hin zu einem "Amerika zuerst", was genau in die Handschrift des größten Rivalen der USA, China, passt.

Chinas Vision für eine neue Weltordnung

In dieser Zeit des Wandels hat China, so der oberste Diplomat Wang Yi, eine Vision für eine „sicherere Welt“ vorgestellt. Er betonte gegenüber seinen G20-Kollegen den Vorschlag für einen „neuen Sicherheitsweg“ ohne Allianzen, Nullsummenwettbewerb und Blockkonfrontation. Diese Vision – ein verschlüsselter Hinweis auf die Umgestaltung einer von China als ungerecht dominierten Weltordnung – ist ein zentraler Bestandteil von Xi Jinpings Bestreben, als alternative globale Führungsmacht aufzutreten.

Chinas Chancen aufgrund von Trumps Politik

Analysten sehen Potenzial für eine verstärkte Relevanz Chinas, da Peking die Chancen auslotet, seinen Einfluss nach dem politischen Umbruch in den USA zu erweitern. Trumps politische Umwälzungen waren auch in den Reihen der ausländischen Minister der größten Volkswirtschaften spürbar, als Wang Yi letzte Woche in Südafrika sprach.

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Die Auswirkungen des US-Außenhilfef freezes

Die Abwesenheit von Außenminister Marco Rubio machte deutlich, dass kein hochrangiger US-Diplomat anwesend war, um einen amerikanischen Gegenpunkt in einer Versammlung von Ländern zu präsentieren, die 80 % der Weltbevölkerung und drei Viertel des internationalen Handels repräsentieren. Diese Verschiebung könnte Chinas Aufstieg als globale Macht beschleunigen und der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt Raum geben, mehr Verbündete zu gewinnen.

Das Machtvakuum füllen

Weltweit sind Länder von Europa bis Asien jedoch gut informiert über die Diskrepanz zwischen Chinas wohlwollender Rhetorik und seinem Verhalten, wenn es um internationales Recht geht. Die Trump-Administration plant, die Aufmerksamkeit von anderen globalen Konflikten abzulenken und sich auf die Rivalität mit China zu konzentrieren, während Beijing versucht, eine schwache Wirtschaft zu beleben.

Chinas geopolitische Position in der Welt

Einige Analysten glauben, dass China die Gelegenheit nutzen könnte, während die Unsicherheiten über die US-amerikanische Außenpolitik bestehen. „Die Trump-Ära wird die Führungsrolle der USA in internationalen Angelegenheiten zweifellos schwächen“, so eine Analyse des Fudan Development Institute. „Der Einfluss anderer Länder, insbesondere der Europäischen Union und Chinas, könnte in das durch den Rückzug der USA entstandene Machtvakuum strömen.“

Sechs Schritte zur Stärkung Chinas in Krisenzeiten

Als Trump die US-Außenhilfefinanzierung abbaute, nutzte die chinesische Staatsmedien den Moment, um die US-Hilfsprogramme scharf zu kritisieren. China's Hilfe orientiere sich demnach an den Bedürfnissen der Empfängerländer, während die US-Außenhilfe oft als Instrument einer hegemonialen Politik angesehen werde. Während Chinas Entwicklungshilfe in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich zugenommen hat, bestehen Expertenmeinungen nach wenig Aussicht, dass Beijing in der Lage oder bereit ist, das durch den US-Hilfeschwund entstandene Vakuum zu füllen.

Die Unsicherheiten der Weltwirtschaft

Die geopolitische Lage bleibt angespannt, und Beobachter konstatieren, dass Trump potenziell Chancen für China schafft, jedoch auch Unsicherheiten in asiatischen Nachbarländern befeuert, die auf eine stärkere militärische Zusammenarbeit abzielen. Die Strategie Chinas, gezielt mit wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Zusammenarbeit in Krisenzeiten zu agieren, wird daher von vielen analysiert und kommentiert.

Chinas Diplomatie im Spannungsfeld

Während Trump bestimmte geopolitische Vorteile für Peking geschaffen hat, muss China dennoch die Reaktionen auf seine territorialen Ambitionen in Erwägung ziehen. Experten betonen, dass China seine Strategie möglicherweise an die dynamischen Bedingungen anpassen muss, um seine Ansprüche im Südchinesischen Meer und auf Taiwan zu untermauern.


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Quelle
edition.cnn.com

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