Am 14. Jänner 2026 ereignete sich auf der L70 (Flatschacher Landesstraße) bei Glantschach ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 25-jähriger Mann aus dem Bezirk Feldkirchen kam mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. In der Folge kollidierte er mit zwei Maschendrahtzäunen und einem Zählerkasten. Der Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde ins Klinikum Klagenfurt gebracht. Laut dem Klick Kärnten entstand am Fahrzeug ein Totalschaden, und der genaue Umfang des Sachschadens an den Zäunen sowie dem Zählerkasten ist derzeit noch unbekannt. Überdies fiel der Alkotest des Fahrers positiv aus, was zur vorläufigen Abnahme seines Führerscheins führte und zur Einleitung weiterer Schritte durch die Polizei.

Alkohol am Steuer ist eine immense Gefahr im Straßenverkehr. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) macht auf die alarmierenden Statistiken aufmerksam: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 17.776 Menschen bei alkoholbedingten Verkehrsunfällen verletzt, und tragischerweise verloren 198 ihr Leben. Im Durchschnitt geschieht alle 15 Minuten ein Unfall mit Alkoholbeteiligung, was zeigt, wie kritisch die Situation ist. Der DVR fordert daher ein generelles Alkoholverbot für alle Verkehrsteilnehmenden, um diese erschreckenden Zahlen zu reduzieren. DVR-Präsident Manfred Wirsch betont: „Kein Alkohol am Steuer – niemals.“

Maßnahmen zur Verkehrssicherheit

Die Forderungen des DVR umfassen nicht nur ein Alkoholverbot für Autofahrer, sondern auch für Motorradfahrer, E-Scooter-Nutzer, Radfahrer und Pedelec-Fahrer. Aktuell ist Alkohol in 7,1% der Verkehrstoten und 7,9% der Schwerverletzten verantwortlich. Selbst bei geringem Alkoholkonsum, ab 0,3 Promille, liegt die Gefahr, als relativ fahruntüchtig eingestuft zu werden, vor. Ab 0,5 Promille kann es zu Bußgeldern und Punkten im Fahreignungsregister kommen, während ab 1,1 Promille die absolute Fahruntüchtigkeit vorliegt, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Eine zentrale Rolle bei der Sensibilisierung für den kritischen Umgang mit Alkohol im Verkehr spielt der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (BADS). Diese gemeinnützige Vereinigung verfolgt das Ziel, die Gefährlichkeit von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln im Straßenverkehr zu bekämpfen. Ihre Aufgaben umfassen die Aufklärung über die Risiken und die Förderung der Forschung in diesem Bereich. Außerdem setzt sich der BADS für eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Institutionen ein, um das Bewusstsein für sichere Verkehrsverhältnisse zu stärken.

Es ist an der Zeit, dass sowohl die Politik als auch die Gesellschaft zusammenarbeiten, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und tragische Unfälle wie den in Glantschach zu verhindern. Das Thema Alkohol am Steuer darf nicht weiter ignoriert werden, da die im Straßenverkehr gefährdeten Menschen klare und wirksame Regelungen verdienen.