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9 von 10 Österreicher*innen fordern Bekämpfung von Kinderarmut laut neuer Volkshilfe-Studie

In einer aktuellen Studie der Volkshilfe wird betont, dass 9 von 10 österreichischen Bürgern die Bekämpfung von Kinderarmut fordern. Diese Informationen wurden durch eine repräsentative Umfrage von Foresight erhoben, die regelmäßig die soziale Lage in Österreich untersucht. Laut dem aktuellen Sozialbarometer erwarten die Menschen in Österreich, dass die Regierung Kinderarmut als wesentliches Ziel betrachtet und entsprechende Maßnahmen ergreift.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass die Bekämpfung von Kinderarmut zu den wichtigsten Anliegen der Bevölkerung gehört. Fast neun von zehn Befragten (87%) sind der Meinung, dass die Regierung dieses Problem ernsthaft angehen sollte. Diese Einschätzung erfordert eine konsequente Umsetzung von Maßnahmen, um Kinder aus der Armutssituation nachhaltig zu befreien.

Ein weiterer Punkt, der in der Studie hervorgehoben wird, ist die Unterstützung für die Einführung einer Millionärssteuer. Laut der Umfrage stimmen 80% der Befragten der Idee zu, dass diese Art der Steuer dazu beitragen könnte, sozialstaatliche Maßnahmen zu finanzieren, einschließlich der Bekämpfung von Kinderarmut. Die Volkshilfe schlägt vor, dass eine stark progressive Vermögenssteuer jährlich etwa 11,2 Milliarden Euro generieren könnte, was ausreichend Geld für Maßnahmen wie eine Kindergrundsicherung, Pflege, Schulen und Krankenhäuser bereitstellen würde.

Ein weiteres Anliegen, das in der Umfrage angesprochen wurde, ist die Teuerung. Fast neun von zehn Befragten (87%) sind der Meinung, dass die Politik stärker auf die Kontrolle der Lebensmittelpreise achten sollte, um die Teuerung zu bekämpfen. Diese Sorge ist besonders vor dem Hintergrund relevant, dass laut Untersuchungen von Gesundheit Österreich jede zehnte Familie im letzten Jahr Angst hatte, dass ihre Kinder nicht genug zu essen haben. Die Volkshilfe betont, dass Ernährungsarmut gesundheitliche Folgen für Kinder haben kann und dass armutsbetroffene Kinder häufiger krank sind.

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In Bezug auf das Thema Schule unterstützen mehr als drei Viertel der Befragten (76%) die Idee, dass der Schulbesuch in Österreich wirklich kostenfrei sein soll. Die Volkshilfe weist darauf hin, dass armutsbetroffene Familien fast doppelt so viel ihres Haushaltseinkommens für Schulkosten aufbringen müssen wie der Durchschnitt der Bevölkerung. Eine tatsächlich kostenfreie Schule ohne versteckte Kosten würde dazu beitragen, dass Bildungsarmut nicht länger von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird.

Die Umfrage der Volkshilfe zeigt auch eine hohe Zustimmung zur Einführung einer Kindergrundsicherung. Mehr als drei Viertel der Befragten (77%) unterstützen diese Maßnahme, die dazu dienen soll, Kinder in einkommensschwächeren Familien besser zu unterstützen. Die Volkshilfe betont, dass dies eine langjährige Forderung ist, die auch von Soziallandesräten, Experten, Organisationen und Parteien unterstützt wird.

Die Ergebnisse der aktuellen Volkshilfe-Studie verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut in Österreich zu ergreifen. Die Bürger fordern von der Regierung, dieses Thema ernst zu nehmen und entsprechende Schritte einzuleiten. Eine erfolgreiche Bekämpfung von Kinderarmut erfordert jedoch nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Maßnahmen zur Kostensenkung und sozialen Gerechtigkeit in Bereichen wie Bildung und Lebenshaltungskosten.

In einem Artikel von www.ots.at ist zu lesen, dass die Ergebnisse dieser Studie auch von anderen Umfragen und Experten bestätigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik auf diese klaren Forderungen der Bevölkerung eingeht und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut umsetzt.

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