Am 17. Februar 2026 ereigneten sich am Nassfeld zwei Schikollisionen, die zu Verletzten führten. Eine 46-jährige Britin wurde bei einem Skiunfall verletzt, als sie mit einem 14-jährigen deutschen Staatsangehörigen kollidierte. Die Verletzungen sind unbestimmten Grades, und die Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber ARA 3 ins LKH Villach transportiert. Auch ein 51-jähriger Steirer war in einen Vorfall verwickelt, bei dem ein unbekannter Schifahrer ihn über den Pistenrand drängte, was zu einem Sturz im hügeligen Gelände außerhalb der gesicherten Piste führte. Auch er erlitt Verletzungen und wurde ins LKH Villach gebracht, während der flüchtige Schifahrer unerkannt blieb, wie gailtal-journal.at berichtet.

Die Vorfälle am Nassfeld stehen in einem besorgniserregenden Kontext, der durch einen Anstieg von Skiunfällen in den Alpen geprägt ist. Am selben Wochenende war die Bergwacht am Ifen im Kleinwalsertal gefordert: Ein zehnjähriger Skifahrer kollidierte mit einem 35-jährigen niederländischen Snowboardfahrer, nachdem er unvermittelt eine blaue Skipiste querte. Der junge Skifahrer erlitt dabei eine tiefe Schnittverletzung am linken Knie und wurde ebenfalls mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Immenstadt geflogen, während der Snowboardfahrer unverletzt blieb, so berichtet schwaebische.de.

Statistiken und Gefahren im Skisport

Die aktuelle Saison 2023/2024 zeigt einen besorgniserregenden Trend: Die Anzahl der verletzten Skifahrer*innen ist im Vergleich zur Vorsaison deutlich angestiegen. Die Schätzung liegt zwischen 46.000 und 48.000 verletzten Personen, während das Risiko für stationäre Behandlungen stabil bei 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen bleibt. Hochgerechnet könnte es etwa 7.200 bis 7.300 stationäre Behandlungen geben, und 57 Prozent der verletzten Skifahrer*innen erforderten einen stationären Aufenthalt. Das Risiko für Kollisionsunfälle ist sogar von 1,50 auf 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen gestiegen. Dies stellt 21 Prozent aller Skiverletzungen dar, was den fortdauernden Aufwärtstrend bei Kollisionsverletzungen verdeutlicht, wie in einer Analyse von ski-online.de festgehalten wird.

In den bayerischen Alpen war die Bergwacht Lenggries ebenfalls stark gefordert. Von etwa neun Einsätzen am Wochenende gab es zahlreiche Verletzungen an Knie, Schulter und Arm. Eine Patientin wurde mit Verdacht auf ein Schädelhirntrauma ins Krankenhaus geflogen und ein Gleitschirmflieger kam nach einem Sturz mit Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung ins Krankenhaus, was die allgemeine Gefährdung im alpinen Raum unterstreicht.