Am 12. April 2026 ereigneten sich in St. Jakob im Rosental, Kärnten, zwei schwere Unfälle mit Radfahrern, die beide zu erheblichen Verletzungen führten. Ein 28-jähriger Deutscher, der an einer Radsportveranstaltung teilnahm, stürzte mit seinem Gravel Bike, als er einem größeren Stein ausweichen wollte. Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Rettungshubschrauber C11 in die Universitätsklinik Klagenfurt geflogen.
Ein weiterer Unfall betraf einen 58-jährigen Mann aus dem Bezirk Spittal an der Drau, der mit seinem E-Bike auf einer Forststraße in Lenndorf stürzte. Laut Polizei war der Unfall selbstverschuldet, und die Unfallhöhe betrug geschätzte 1.450 Meter. Der Mann erhielt eine notärztliche Erstversorgung am Unfallort und wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber C7 ins Landeskrankenhaus Villach transportiert.
Fahrradunfälle im Kontext
Die beiden schweren Unfälle in Kärnten stehen im breiteren Kontext der steigenden Unfallzahlen für Radfahrer. Im Jahr 2024 starben laut dem Statistischen Bundesamt 441 Radfahrer im Straßenverkehr, was einen Anstieg im Zehnjahresvergleich darstellt, auch wenn dies 33 weniger als im Jahr 2023 bedeutet. Jedes sechste Todesopfer im Straßenverkehr war mit dem Fahrrad unterwegs, und 70,7 Prozent der 92.882 Fahrradunfälle mit Personenschaden waren Kollisionen mit Autos. In 75,3 Prozent dieser Fälle trugen die Autofahrer die Hauptschuld an den Unfällen.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, denn knapp zwei Drittel der tödlich verletzten Radfahrer waren 65 Jahre oder älter. Bei E-Bikes war die Situation noch kritischer: 43,5 Prozent der tödlich verunglückten Radfahrer fuhren auf einem Pedelec, was fast fünfmal mehr ist als vor zehn Jahren. Der Anteil der verunglückten Senioren bei Fahrrädern ohne elektrischen Antrieb liegt bei 59,4 Prozent, während es bei E-Bikes 68,8 Prozent sind.
Insgesamt verunglückten 2024 im Straßenverkehr 2.759 Menschen, was im Vergleich zu den letzten zehn Jahren einen Rückgang von 18,3 Prozent bedeutet. Dennoch ist der Anstieg der tödlich verunglückten Radfahrer im Vergleich zu 2014 um 11,4 Prozent bemerkenswert und stellt eine alarmierende Entwicklung dar.
Der Sicherheit von Radfahrern muss weiterhin höchste Priorität eingeräumt werden, um solche tragischen Vorfälle wie die in Kärnten zu verhindern. Insbesondere die Ausbildung und Sensibilisierung von Autofahrern könnten dazu beitragen, die Gefahren auf den Straßen zu minimieren.