Am 19. Februar 2026 stehen die internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm im Fokus. Diese Verhandlungen, die am Dienstag in Genf wieder aufgenommen wurden, sind von entscheidender Bedeutung für den Umgang mit der Iran-Frage, die sowohl die USA als auch Israel betrifft. Teheran dämpft die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch, während US-Regierungskreise von erzielten Fortschritten berichten, jedoch bleibt unklar, wie viele Details noch offen sind. Ein hochrangiger Regierungsbeamter aus den USA erklärte, dass Iran in den kommenden zwei Wochen mit “detaillierten Vorschlägen” zurückkommen wolle, um bestehende Differenzen zu klären. Kleine Zeitung berichtet, dass US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu letzten Freitag betonte, die Verhandlungen mit Teheran fortzuführen, um die Möglichkeit eines Deals zu prüfen.

Israel äußert jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich eines potenziellen Abkommens mit dem Iran, das sich ausschließlich auf das Atomprogramm beschränkt. Die israelische Regierung fordert, dass Iran auch sein Arsenal an ballistischen Raketen reduziert und die Unterstützung seiner regionalen Verbündeten einstellt. Diese Forderungen spiegeln die erheblichen Differenzen zwischen den USA und Israel im Ansatz um den Iran wider. DW hebt hervor, dass beide Länder das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie dessen militärische Netzwerke als Bedrohungen wahrnehmen, jedoch unterschiedliche Strategien verfolgen, um diese Bedrohungen zu begegnen.

Verhandlungen und Strategien

Die US-Delegation wird angeführt vom Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, und sie ist optimistisch, dass das Ziel, Iran als Atommacht zu verhindern und seinen Einfluss nicht auszubauen, erreicht werden kann. Währenddessen werden die Verhandlungen von einem Golfstaat, Oman, vermittelt. Allerdings zeigt sich Iran, wie ZDF berichtet, bereit, über sein Atomprogramm zu verhandeln, verlangt jedoch die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Im Hintergrund belastet die innenpolitische Lage im Iran die Gespräche, nachdem im Jänner Massenproteste brutal niedergeschlagen wurden.

Die USA haben in der Vergangenheit mit militärischen Drohungen reagiert und ihre Präsenz in der Region verstärkt. Präsident Trump kündigte an, dass er indirekt an den Gesprächen beteiligt sein wolle. Er hat die militärische Präsenz rund um den Iran erhöht und sogar einen zweiten Flugzeugträger entsandt. Experten befürchten jedoch, dass eine zu lange Verlängerung der Verhandlungen keinen Nutzen bringe und gleichzeitig die Risiken eines Missverständnisses oder einer Eskalation erhöhen könnte.

Politikanalyst Reza Talebi stellt fest, dass es keinen fundamentalen Dissens zwischen den USA und Israel gibt, sondern unterschiedliche Ansätze zur Zielerreichung, was die bilateralen Beziehungen zusätzlich beeinflusst. DW betont dabei die Wichtigkeit, dass Washington die Interessen seiner europäischen Verbündeten und der Energiemärkte berücksichtigt, während es gleichzeitig den Wunsch Israels nach umfassenderen Maßnahmen zur Demontage des iranischen Nuklearprogramms sowie zur Bekämpfung der Raketenbedrohung anerkennt. Netanjahu bestehen auf einem Abkommen, das die vollständige Demontage der Anreicherungskapazitäten umfasst und zeitnahe Entscheidungen sowie ein entschlosseneres Eingreifen der USA fordert.