Am 4. Oktober 2025 wurde in ganz Österreich ein umfangreicher Zivilschutz-Probealarm durchgeführt, der nicht nur die Sirenen, sondern auch das neue Bevölkerungswarnsystem „AT-Alert“ testete. Ziel der Übung war es, die Bevölkerung mit den Sirenensignalen vertraut zu machen und die technischen Einrichtungen des Warnsystems zu überprüfen. Der Probealarm begann um 12 Uhr und endete um 12:45 Uhr, wobei verschiedene Warnsignale in abwechselnden Abständen ausgesendet wurden. In Kärnten konnten von insgesamt 887 Sirenen 878 erfolgreich getestet werden, was einer Funktionalität von 98,99 % entspricht. Lediglich neun Sirenen gaben während der Übung kein Signal von sich.

Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner betonte die wichtige Rolle dieser Übung für die Sicherheitskenntnisse der Bürger und hob hervor, dass die Überprüfung des Kärntner Funkalarmierungssystems einen hohen technischen Standard bestätigte. Die getesteten Sirenensignale umfassten die „Zivilschutz Warnung“ und die „Zivilschutz Alarm“-Signale, gefolgt von einer „Zivilschutz Entwarnung“ um 12:45 Uhr.

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Neuheit AT-Alert im Einsatz

Ein bedeutender Aspekt dieses Jahres war die erstmalige Integration des AT-Alert-Systems, das die Menschen direkt über ihre Mobiltelefone erreichen soll. Testnachrichten wurden erfolgreich an die Mobilfunkstationen gesendet, wie die Betreiber bestätigten. Dies ermöglicht eine schnellere und direktere Kommunikation im Notfall. Die Tests umfassen zudem eine Überprüfung der zeitlichen Genauigkeit, wobei ermittelt wurde, dass die Alarmzeiten auf Handys um 1 bis 3 Minuten variieren konnten.

Insgesamt wurden in Österreich 8.356 Sirenen getestet, von denen 8.308 funktionierten, was einen beeindruckenden Wert von 99,43 % ausmacht. Die Ausfälle verteilten sich auf verschiedene Bundesländer, wobei in Kärnten acht Sirenen nicht funktionierten, was einer kleinen Abweichung von 99,09 % entspricht. Diese Ergebnisse verdeutlichen den Erfolg der Übung und die zuverlässige Infrastruktur des Zivilschutzes.

Information und Sensibilisierung

Durch den Probealarm wurde nicht nur die technische Funktionsfähigkeit der Warnsysteme überprüft, sondern auch das Bewusstsein der Bevölkerung für die unterschiedlichen Signalfolgen geschärft. Die Sirenentöne „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ sind entscheidend, um im Ernstfall adäquat reagieren zu können. Dabei wird die Bedeutung dieser Signale jährlich kommuniziert, um sicherzustellen, dass die Bürger über die richtigen Verhaltensweisen informiert sind. Darüber hinaus erfolgen regelmäßige Informationen durch Radio, Fernsehen und Internet, um die Bevölkerung zeitnah über Sicherheitsanweisungen zu informieren.

Der Zivilschutz-Probealarm wurde von den Verantwortlichen als voller Erfolg gewertet. Er hat nicht nur zur Überprüfung der Systeme beigetragen, sondern auch die Sensibilisierung und das Wissen der Bevölkerung über Notfallsituationen gestärkt. Die vollständigen Tests und Analysen der Mobilfunkvernetzung werden in den kommenden Wochen durchgeführt, um weitere Optimierungen zu gewährleisten.