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Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat kürzlich einen deutlichen Rückgang der Kreditzinsen für Unternehmen und private Haushalte in Österreich für das Jahr 2025 bekannt gegeben. Der Zinssatz für variable Wohnbaukredite fiel von 4,14 Prozent Ende 2024 auf nur noch 3,21 Prozent Ende 2025. Trotz dieser günstigeren Konditionen haben sich jedoch 86 Prozent der österreichischen Haushalte dafür entschieden, neue Wohnbaukredite mit einem Fixzinssatz abzuschließen. Im Jahr 2025 wurden in Summe 17 Milliarden Euro an neuen Wohnbaukrediten vergeben, was einem Anstieg im Vergleich zu 11 Milliarden Euro im Jahr 2024 entspricht.

Ende 2025 belief sich das ausstehende Volumen an Bankkrediten auf 188 Milliarden Euro, von dem 58 Prozent fixverzinst waren. Kreditnehmer, die bereits variable Wohnbaukredite haben, zahlten im Jahr 2025 etwa 3.450 Euro an Kreditzinsen pro 100.000 Euro Kreditschuld, was eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr darstellt, als sie noch 4.690 Euro zahlten. Doch im Vergleich zu 2022 bleibt der Betrag hoch, da damals nur 1.460 Euro an Kreditzinsen gezahlt wurden.

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Änderungen im Sparverhalten

Die Zinssätze auf Spareinlagen sind ebenfalls gefallen. So erzielten Festgeldeinlagen Ende 2025 nur noch einen Zinssatz von 1,62 Prozent, verglichen mit 2,43 Prozent im Jahr 2024. Täglich fällige Einlagen auf Sparkonten brachten noch 0,69 Prozent. In den Jahren 2023 und 2024 erhöhten private Haushalte ihr Volumen auf Sparkonten um 37 Milliarden Euro, doch im Jahr 2025 betrug die Erhöhung nur noch 2 Milliarden Euro. Parallel dazu stieg das Geld auf Girokonten um 8 Milliarden Euro.

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Zusätzlich investierten private Haushalte rund 7 Milliarden Euro in Investmentfonds und etwa 6 Milliarden Euro in Schuldverschreibungen. Ein interessanter Trend ist die zunehmende Investition in nachhaltige Anleihen, auch bekannt als ESG-Bonds, durch inländische Investoren.

Relevanz der Wohnbaukredite

Wohnbaukredite in Österreich sind von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da sie Ausleihungen zur Beschaffung oder Erhaltung von Wohnraum umfassen. Diese Kredite dienen nicht nur der Finanzierung des Erwerbs von Wohnraum zur Eigennutzung, sondern auch für Vermietungen, Wohnungsbau und Renovierungen. Der Großteil des in Österreich vergebenen Kreditvolumens ist auf langfristige Wohnbaukredite ausgelegt, was auch die finanzielle Situation privater Haushalte maßgeblich beeinflusst.

Der Zinssatz für Wohnbaukredite basiert auf den monetärstatistischen Meldungen an die OeNB und stellt den kapitalgewichteten Durchschnittszinssatz für Neugeschäfte dar. Dabei werden unterjährige Zinskapitalisierungen berücksichtigt, obwohl keine weiteren Kosten im Zinssatz enthalten sind.

Die kontinuierlichen Beobachtungen und Analysen von Kreditzinsen und den damit verbundenen finanziellen Trends sind für die Wirtschaft in Österreich von zentraler Bedeutung. Institutionen wie die OeNB, die regelmäßig Daten zu diesem Thema veröffentlichen, spielen eine wichtige Rolle dabei, den Überblick über die Entwicklung der Kreditmärkte in Österreich zu behalten.

Für detaillierte Informationen zu den Zinssätzen und den Entwicklungen auf dem Markt für Wohnbaukredite visitieren Sie die Seiten von 5min.at, Bundesbank und OeNB.