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Ein Sturm braut sich zusammen in Brüssel! Der WWF Österreich hat die alarmierenden Veränderungen im Zusammenhang mit der EU „Omnibus-Verordnung“ angeprangert. Diese Vorschläge könnten fatale Folgen für die Umweltziele der Europäischen Union haben. Wie berichtet wird, soll das geplante Lieferkettengesetz stark abgeschwächt werden, was den Effektivitätsgrad fast auf null reduzieren könnte. Hauptberaterin Teresa Gäckle macht deutlich: „Die Schwächung der Nachhaltigkeitsregeln ist Gift für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Europas“. Diese Änderungen könnten insbesondere Unternehmen, die bereits Milliarden in nachhaltige Praktiken investiert haben, ins Hintertreffen bringen. Der WWF fordert, dass die Kommission statt einer Aushöhlung des Green Deals pragmatische Lösungsvorschläge entwickelt, um die EU auf einen erfolgreichen Kurs in Sachen Umweltschutz zu bringen.
Lieferkettengesetz im Fokus
Im heutigen Plenum der EU-Politik steht das Lieferkettengesetz zur Abstimmung. Der WWF sieht diese Entscheidung als entscheidend: „Ein starkes Gesetz kann Unternehmen zur Verantwortung ziehen und sie zwingen, aktiv gegen den Klimawandel und für die Rechte der Menschen einzutreten“, erklärt Gäckle eindringlich. Doch die Befürchtung ist groß, dass Änderungsanträge den Gesetzentwurf weiter schwächen könnten. Die Umweltorganisation betont, dass es zur Umsetzung wirksamer Nachhaltigkeitsziele einer verbindlichen finanziellen Verantwortung für Manager bedarf. Laut Gäckle dürften die Boni der Führungskräfte nicht mehr nur an kurzfristigen Gewinnen, sondern auch an der Erreichung von Umweltzielen gekoppelt sein.
Doch das ist längst nicht alles. Gäckle hebt hervor, dass eine umfassende Haftung für Unternehmen, insbesondere für die in Entwicklungsländern, dringend erforderlich ist. Umweltschäden und Missstände in globalen Lieferketten müssen endlich angegangen werden. Zudem fordert der WWF auch die Einbeziehung des Finanzsektors in die Rechtsvorschriften, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen zu gewährleisten. Diese Forderungen verdeutlichen, wie essenziell ein starkes Lieferkettengesetz ist, um das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaft in der EU zu erreichen, wie auch WWF.at berichtet.
Die Uhr tickt, und die Entscheidung wird weitreichende Konsequenzen für die Zukunft der europäischen Umweltstrategien haben. Die Akteure müssen sicherstellen, dass Nachhaltigkeit nicht nur in Berichten, sondern im Herzen des Geschäfts steht. Der Druck auf die EU-Abgeordneten wächst, um den dringend benötigten Fortschritt für die Umwelt und die Menschenrechte zu sichern.
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