Die Immobilienpreise in Österreich zeigen wieder einen aufsteigenden Trend. Nach einem Rückgang in den Jahren 2023 und 2024 stiegen die Kosten für neue Wohnungen und Häuser im Jahr 2025 um durchschnittlich 2,9 %. Gleichzeitig verteuerte sich bestehender Wohnraum um 2,5 %, wie 5min.at berichtet.
Im Detail erlebten bestehende Häuser eine Preisanhebung von 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage nach Immobilien ist ebenfalls stark angestiegen, mit einem Plus von 18,3 % gegenüber 2024. Dies stellt den stärksten Anstieg der Nachfrage seit über einem Jahrzehnt dar. Besonders bemerkenswert ist, dass die Nachfrage nach neuem Wohnraum um fast 30 % zunahm, während die bereits bestehenden Immobilien um 16,2 % gefragter wurden.
Regionale Preisdifferenzen
Die Preisentwicklung ist regional unterschiedlich ausgefallen. Im Burgenland und Kärnten wurden die höchsten Anstiege verzeichnet, mit +8,7 % bzw. +6,5 %. Die Steiermark folgte mit +5,6 %, während Wien einen Rückgang der Häuserpreise um 1,5 % erlebte. Bei den Eigentumswohnungen stiegen die Preise in Tirol um 4,3 % und in Oberösterreich um 3,6 %. In Salzburg und Vorarlberg hingegen gab es leichte Preissenkungen.
Insgesamt ist die Preisentwicklung in Wien schwächer als im Rest des Landes, was die regionale Disparität verdeutlicht. Im ersten Dreivierteljahr 2025 stiegen die Immobilienpreise in Österreich um 1,6 %, was im Einklang mit den Zuwächsen in Eurozone und EU steht. Die Vergleichszahlen zeigen, dass die Anstiege in Österreich schwächer sind als in der Slowakei oder Ungarn, während in Luxemburg und Finnland Rückgänge zu verzeichnen waren.
Steigende Kosten für Eigenheim
Ein weiterer Aspekt, der den Wohnungsmarkt belastet, sind die laufenden Kosten für Eigenheime, die 2025 um 2,0 % anstiegen. Diese Kosten umfassen Nebenkosten, Reparaturen und Versicherungen. In der Praxis führt dies dazu, dass die Kosten für neuen Wohnraum signifikant zugenommen haben, während zugleich das Angebot aufgrund steigender Baupreise verknappen könnte.
Die aktuellen Immobilien-Durchschnittspreise, die sich nach Käufen von Privathaushalten richten, spiegeln das durchschnittliche Preisniveau auf regionaler Ebene wider. Diese Daten werden durch ein Regressionsmodell berechnet, das Wohnflächen und geografische Lage berücksichtigt, wie auf Statistik Austria zu lesen ist. Bei den Durchschnittspreisen handelt es sich um wichtige Kennzahlen, die auch zur Berechnung der Grunderwerbsteuer genutzt werden können.


