Die Ergebnisse einer aktuellen Studie verdeutlichen die alarmierende Situation hinsichtlich des Wissensmanagements in österreichischen Unternehmen. Laut einem Management Report, der über 1.600 Entscheidungsträger:innen in Österreich und Deutschland befragte, glauben acht von zehn Manager:innen, dass Weiterbildung direkt mit einer Gehaltserhöhung verbunden sein sollte, um ihre Relevanz zu steigern. Trotz dieser Einsicht berichten 60 Prozent der Führungskräfte von unzureichender Wissensweitergabe innerhalb ihrer Teams oder an Nachfolger:innen. Gabriele Fantl vom Bildungsinstitut Hernstein hebt diesbezüglich den dringenden Handlungsbedarf in der Wissensweitergabe hervor und verweist auf die mangelnden Übergabeprozesse sowie begrenzte Ressourcen, die als Hauptursachen für den Wissensverlust identifiziert wurden. Das Offboarding, ein kritischer Prozess, wird in vielen Fällen vernachlässigt und führt somit zu weiteren Verlusten wertvollen Wissens.

Eine effektive Weiterbildung ist für die Zukunft der Unternehmen unerlässlich. Rund 70 Prozent der Führungskräfte empfinden neue Mitarbeitende als unzureichend qualifiziert, was auf den anhaltenden Fachkräftemangel und spezifische betriebliche Anforderungen zurückzuführen ist. Es zeigt sich, dass Unternehmen zunehmend auf praxisnahe Formate setzen, wobei 84 Prozent der Befragten „Learning by Doing“ als wertvolles Instrument in der Weiterbildung schätzen. Interne Schulungen werden von 75 Prozent der Führungskräfte als wichtig erachtet, um den Wissensstand der Mitarbeiter:innen zu erhöhen.

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Ursachen und Herausforderungen im Wissensmanagement

Die unzureichende Strukturierung von Wissensweitergabe ist ein zentrales Problem. Fehlende Übergabeprozesse und Unsicherheiten über die Verteilung von Wissen tragen zur Ineffektivität bei. Ein gut implementiertes Wissensmanagement könnte diesem Problem entgegenwirken, indem es ermöglicht, Wissen systematisch zu sichern und zugänglich zu machen. Eine Unternehmenskultur, die den Austausch fördert, ist dabei von essenzieller Bedeutung. Dies stimmt mit der Beobachtung überein, dass informeller Austausch oft von Einzelpersonen abhängt, was wiederum das Risiko eines Wissensverlustes erhöht.

Die wichtigsten Faktoren, die Führungskräfte bei der Weiterbildung herausfordern, sind hohe Kosten, die von 21 Prozent der Befragten als Barriere genannt wurden, sowie ein Mangel an passenden Angeboten (19 Prozent). Die häufigsten Wünsche der Manager:innen bezüglich der Weiterbildung umfassen die Entwicklung sozialer Kompetenzen sowie das Krisen- und Konfliktmanagement. Diese Aspekte sind insbesondere in einem sich schnell verändernden Arbeitsumfeld von großer Bedeutung, da 75 Prozent der Führungskräfte laufende Weiterbildung als unerlässlich erachten.

Perspektiven für die Zukunft

Um der wachsenden Komplexität und den sich schnell ändernden Anforderungen im beruflichen Umfeld gerecht zu werden, betonen Führungskräfte die Notwendigkeit einer Kombination aus informellen und formalen Lernformen. Präsenzformate werden weiterhin bevorzugt, sowohl bei internen als auch bei externen Schulungen. Effektive Weiterbildung wird als Schlüssel zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Erhaltung wertvollen Wissens innerhalb der Unternehmen gesehen.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studie eindeutig, dass ohne gezielte Maßnahmen zur Wissensweitergabe und Weiterbildung der Verlust bedeutenden Wissens droht. Führungskräfte müssen diese Herausforderung proaktiv angehen, um die Zukunft ihrer Unternehmen nachhaltig zu sichern. In diesem Sinne berichtet Leadersnet von einem klaren Handlungsbedarf. Auch die Ingenieur unterstreicht die Wichtigkeit eines strukturierten Ansatzes zur Förderung des Wissensaustausches in Unternehmen.