In New York wurde der Fährbetrieb aufgrund eines verheerenden Wintersturms und extrem kalter Temperaturen weitestgehend eingestellt. Der Fährbetreiber NYC Ferry hat bekanntgegeben, dass das Eis auf dem Hudson River und East River eine Fortsetzung des Schiffsverkehrs unmöglich macht. Diese Maßnahme könnte mehrere Tage andauern, da die Wetterbedingungen weiterhin eisig bleiben. Auch andere Fähranbieter in der Region haben ihren Betrieb entweder stark reduziert oder komplett eingestellt.
Die vergangenen Tage waren geprägt von starkem Schneefall, der laut dem Nationalen Wetterdienst der größte seit mehr als drei Jahren war. In der Nacht von Freitag auf Samstag fielen in New York bis zu 11 cm Schnee, was die Behörden dazu veranlasste, die Bevölkerung zur Zurückhaltung und zum Verbleib in den eigenen vier Wänden aufzurufen. Eine Unwetterwarnung gilt nicht nur für New York, sondern auch für angrenzende Staaten wie Pennsylvania und New Jersey, wo in einigen Landkreisen sogar der Notstand ausgerufen wurde. Gouverneurin Kathy Hochul äußerte Besorgnis über die Sicherheit auf den Straßen, während ihre Amtskollegin Tahesha Way vor gefährlichen Straßenverhältnissen warnte.
Auswirkungen auf den Reiseverkehr
Die winterlichen Bedingungen haben auch massive Auswirkungen auf den Reiseverkehr. Hunderte von Flügen wurden in den USA gestrichen, allein Freitag und Samstag wurden 796 respektive 1.710 Flüge annulliert, wie die Flugdatenbank Flightaware berichtet. Besonders betroffen sind die Flughäfen John F. Kennedy International und LaGuardia in New York sowie Newark Liberty International in New Jersey.
Der Nationale Wetterdienst warnt vor gefährlichen Reisebedingungen im gesamten Nordosten der USA und prognostiziert, dass die Unwetterlage bis mindestens Montag anhalten wird. Ab dem Wochenende wird ein weiterer schwerer Wintersturm erwartet, der möglicherweise sogar 160 Millionen Menschen in 34 Bundesstaaten betreffen könnte. In vielen Städten wurden bereits Wärmestuben für Obdachlose eröffnet, während Panikkäufe in den Supermärkten beobachtet wurden.
Prognosen und Vorsichtsmaßnahmen
Meteorologen haben angekündigt, dass das kommende Wettersystem erneut Schnee in die Region bringen könnte. Temperaturen könnten im Norden der Great Plains und im Upper Midwest sogar bis zu minus 45 Grad erreichen. Der Meteorologe Ryan Maue bezeichnete die nächsten zehn Tage als die schlimmsten seit 40 Jahren. Die US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat Maßnahmen ergriffen, um mit Stromgeneratoren, Wasser und weiteren Gütern auf die Herausforderungen zu reagieren. Die Behörden betonen die Wichtigkeit von Sicherheit und bereiten sich auf mögliche Stromausfälle und massive Verkehrsbeeinträchtigungen vor.
Die aktuelle Lage unterstreicht die Herausforderungen, mit denen New York und der Nordosten der USA konfrontiert sind, und erfordert besondere Vorsicht in den kommenden Tagen.