Am 19. Februar 2026 wurden die Wiener Linien mit dem PR-Staatspreis in der Kategorie Corporate Communications ausgezeichnet. Diese Ehrung ist ein Zeichen für die erfolgreiche Kampagne „Netz erst recht!“, die darauf abzielt, die öffentliche Akzeptanz von Infrastrukturprojekten durch Humor und Transparenz zu steigern. Laut vienna.at hat die Jury insbesondere die 360-Grad-Kommunikation der Kampagne gewürdigt. Die Kampagne überzeugt durch ihre Originalität und starke Umsetzung, was zur positiven Wahrnehmung und Akzeptanz von Öffi-Baustellen beigetragen hat.
Über zwei Millionen Fahrgäste nutzen täglich das öffentliche Verkehrsnetz in Wien, was die Notwendigkeit von Modernisierungen unterstreicht. Die Kampagne „Netz erst recht!“ verdeutlicht die Absicht hinter den Bau- und Sanierungsmaßnahmen und verwendet humorvolle Sprüche wie „Sorry, not sorry.“ oder „Ohne Fleiß kein Gleis.“ Dieser kreative Ansatz soll die Bürger während der Umbaumaßnahmen unterhalten und informieren. Die organischen Inhalte und Bauzaun-Brandings stammen aus der Kommunikationsabteilung der Wiener Linien, während die begleitende Modernisierungskampagne von der Agentur GOOD LIFE CREW geplant und umgesetzt wurde.
Kampagnenmerkmale und Erfolge
Die Auszeichnung zeigt, dass innovative Kommunikationsstrategien entscheidend sind, um Akzeptanz für notwendige Infrastrukturmaßnahmen zu gewinnen. Hervorzuheben ist die Vielzahl an Kommunikationskanälen, die die Wiener Linien nutzen, um ihre Botschaften zu verbreiten. Die Jury lobte die klare kommunikative Dramaturgie der Kampagne, die in der Öffentlichkeit gut ankam.
Im Kontext der Mobilitätstrends in der DACH-Region zeigt ein anderer Bericht von zukunftsnetzwerk-oepnv.de, dass auch in Regionen wie Baden-Württemberg ein grundlegender Imagewandel des öffentlichen Verkehrs angestrebt wird. Hier wird der ÖPNV als Teil einer neuen, zukunftsorientierten Mobilitätskultur wahrgenommen. Die Integration von verlässlichen Echtzeitinformationen und eine aktive, positive Kommunikation sind Schlüsselelemente, um die öffentliche Wahrnehmung zu verbessern und die Nachfrage zu verdoppeln.
- Einführung der Plattform MobiData BW zur Bereitstellung relevanter Mobilitätsdaten.
- Stärkung von Fahrgastrechten durch landesweite Servicegarantien.
- Intensivierung emotionalisierender Marketingkampagnen.
Ein Beispiel für erfolgreiche Kommunikation ist die BVG-Kampagne #weilwirdichlieben, die auf Ehrlichkeit und Selbstironie setzt. Diese Ansätze unterstreichen die Notwendigkeit, sich mit den echten Wünschen der Fahrgäste auseinanderzusetzen. Es ist erkennbar, dass eine engagierte und empathische Kommunikation das Potenzial hat, das Bild des öffentlichen Verkehrs nachhaltig zu verändern.
Insgesamt zeigt die Entwicklung der Wiener Linien durch die preisgekrönte Kampagne, wie wichtig eine durchdachte Kommunikationsstrategie im öffentlichen Verkehr ist. Um die Herausforderungen der modernen Mobilität zu meistern, ist es entscheidend, sowohl akute Infrastrukturprojekte informativ zu begleiten als auch die langfristige Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs zu fördern.