Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) setzen sich aktiv für die Zugänglichkeit von Musiktheater für alle Menschen ein. Am 28. Jänner 2026 fand der zweite „Education Day“ im Raimund Theater statt, bei dem rund 500 Schüler*innen ab 14 Jahren die Möglichkeit hatten, hinter die Kulissen eines Musicalbetriebs zu blicken. Die Veranstaltung ermöglichte den Jugendlichen nicht nur Einblicke in verschiedene Berufe wie Darsteller*innen, Bühnentechnik und Kostümdesign, sondern auch den direkten Austausch mit Theater-Expert*innen.
Diese Initiativen sind Teil der Kulturvermittlungsarbeit der VBW, die den Fokus auf Inklusion legen. Franz Patay, Geschäftsführer der VBW, betonte die Fortsetzung beider Formate und deren Bedeutung für unterschiedliche Zielgruppen. Christian Struppeck, Musical-Intendant, hob hervor, wie wichtig diese Angebote für das weite Publikum sind. Barbara Novak, Finanzstadträtin, und Oliver Stribl, Geschäftsführer der Wien Holding, äußerten sich ebenfalls positiv zu diesen Initiativen.
Weitere Initiativen zur Barrierefreiheit
Ein zentrales Element der Barrierefreiheit bei den VBW ist die geplante „relaxed performance“, die am 15. März 2026 im Raimund Theater stattfinden wird. Diese Aufführung, die in Kooperation mit der Österreichischen Autistenhilfe organisiert wird, richtet sich an Menschen mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten und neurodivergente Menschen, bleibt aber für alle zugänglich. Bei der „relaxed performance“ werden sensorische Reizfaktoren reduziert, wie beispielsweise laute Geräusche und starke Lichtwechsel.
Der Zuschauerraum bleibt während der gesamten Vorstellung leicht beleuchtet, und es ist jederzeit möglich, den Saal zu verlassen. Unterstützung in Form von einfachen Orientierungshilfen und einem Leitfaden in einfacher Sprache wird ebenfalls bereitgestellt. Dies schafft ein Umfeld, in dem sich alle Zuschauer wohlfühlen können und der Zugang zur Kultur erleichtert wird.
Kulturelle Teilhabe fördern
Im breiteren Kontext sieht die Bundesregierung der 20. Legislaturperiode den Kulturzugang als Staatsziel. Initiativen zur Förderung der inklusiven Teilhabe sollen Barrierefreiheit, Diversität, Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit im Kulturbereich stärken. Einrichtungen, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert werden, müssen Inklusion aktiv unterstützen, um Zuwendungen zu erhalten.
Die VBW tragen zu diesem Ziel bei, indem sie Modelle zur Verbesserung der Barrierefreiheit entwickeln und umsetzen. Die Vor-Ort-Beratung zur Inklusion und Barrierefreiheit wird durch die Bundesakademie für Kulturelle Bildung angeboten, um ein inklusives Kulturangebot zu garantieren. Mehr Informationen zu den Programmen und Initiativen im Bereich der Barrierefreiheit in der Kultur sind auf den Portalen der Bundesfachstelle Barrierefreiheit verfügbar.
„DAS PHANTOM DER OPER“, das im Raimund Theater täglich außer montags aufgeführt wird, steht exemplarisch für die Bemühungen der VBW, Kultur für alle zugänglich zu machen. Weitere Informationen zu Tickets und Ermäßigungen sind auf der Website der VBW erhältlich.
Für mehr Details über die fortlaufenden Initiativen und Angebote der VBW, lesen Sie bitte die Artikel von Wien.gv.at, Autistenhilfe und Bundesfachstelle Barrierefreiheit.