Am 10. Jänner 2026 haben die Naturfotografen Daniel Egger und Christian Riepler einen eindrucksvollen Wintertag am Fluss Isel verbracht. Der kalte, aber wunderschöne Tag stand ganz im Zeichen des Naturerlebnisses. Egger, der aus Virgen stammt und seit Jahren auf der Suche nach schönen Motiven am Fluss ist, und Riepler, ein Bergführer und Filmer aus Kals, reisten gemeinsam an die Isel, um die winterlichen Schönheiten festzuhalten. Ihr Ziel war es, eine weitere „Isel-Botschaft“ zu gestalten, die die Faszination dieses Gletscherflusses ins rechte Licht rückt, der sowohl als Naturschatz als auch als bedeutendes Kulturgut gilt.
Das vergangene Jahr war für die Isel von großer Bedeutung. Das „Iseljahr“ ist kürzlich zu Ende gegangen, doch die Berichterstattung über diesen einzigartigen Fluss bleibt aktiv. Daniel Egger betont, dass der Fluss für ihn eine Art persönliche Batterie sei, die ihn in Zeiten der Rastlosigkeit mit neuer Energie versorgt. Gleichzeitig äußert er den Wunsch nach einer naturnahen Zukunft für die Region.
Das Projekt Isel im Detail
Die Zusammenarbeit zwischen Egger, Riepler und Thomas Zimmerman begann im Frühjahr 2015, als sie ein Film- und Fotoprojekt zur Erfassung der Isel ins Leben riefen. Dieses Projekt, das ursprünglich als lose Idee startete, entwickelte sich zu einer umfassenden Reise entlang des Flusses. Der Fokus liegt darauf, die Isel als Natur- und Kulturgut ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Zudem soll die Geschichte des Flusses, von der Quelle bis zur Mündung, in Form von Videos und Fotografien erzählt werden.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Isel über die Grenzen Tirols hinaus bekannt zu machen, unter anderem durch Wanderausstellungen in Städten wie Lienz, Innsbruck, Wien und München. Diese Initiative dient nicht nur dem Bewusstsein, sondern soll auch den „Dornröschenschlaf“ des Flusses beenden und die Potenziale für Tourismus, Natur- und Kulturerlebnisse aufzeigen. Positive Resonanz und Unterstützung von Sponsoren bekräftigten die Bedeutung des Vorhabens.
Natur und Tourismus im Einklang
Die Isel steht jedoch im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Nutzung, wie dem Bau von Kraftwerken, und dem möglichen Status als Natura 2000 Schutzgebiet. In diesem Kontext ist eine nachhaltige Tourismusentwicklung von großer Bedeutung. Maßnahmen erfordern die Mitwirkung von touristischen Leistungsträgern und regionalen Betrieben, die sich qualitäts- und umweltgerechten Standards unterwerfen.
Die „Partner der Nationalen Naturlandschaften“ kooperieren seit 2008 in deutschen Nationalparks und Biosphärenreservaten, um gemeinsam hochwertige, natur- und umweltverträgliche Angebote zu schaffen und kontinuierlich zu verbessern. Diese Partnerschaften zielen darauf ab, die Sensibilisierung sowie die Akzeptanz für die Schutzgebiete bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen zu steigern. Die Einbindung regionaler Akteure ist von großer Bedeutung für die Zukunft der Isel und ihre nachhaltige Entwicklung als beliebtes Ziel für Naturliebhaber.
Dank der Bemühungen von Egger, Riepler und vielen anderen wird der Winterzauber an der Isel nicht nur als ästhetisches Erlebnis wahrgenommen, sondern auch als Aufruf zu einer respektvollen und nachhaltigen Nutzung dieser einzigartigen Naturressource.