Die Stadt Wien setzt ihre Radwegoffensive 2025 fort, die bereits beeindruckende Erfolge verzeichnet hat. Mobilitäts- und Planungsstadträtin Ulli Sima stellte fest, dass durch die Offensive 53 Projekte mit mehr als 20 Kilometern neuer Radinfrastruktur im Hauptradwegenetz umgesetzt wurden. Zusätzlich wurden über 7 Kilometer an den Bezirksnetzen ausgebaut, was insgesamt einer Investition von 57 Millionen Euro in den Ausbau der Radwege entspricht. 70 Prozent dieser neuen Radverkehrsinfrastruktur bestehen aus baulich getrennten Radwegen, während 25 Prozent als Fahrradstraßen mit Vorrang für Radler*innen ausgewiesen sind. In den kommenden Jahren sollen noch weitere Projekte realisiert werden, um die Mobilität nachhaltig zu verbessern. Wien.gv.at berichtet.
Zu den Highlights der Radwege in Wien zählen umfangreiche Verbesserungen im Westen der Stadt, darunter neue Fahrradstraßen in der Seeböck- und Geblergasse sowie eine neue Gürtelquerung zur Anbindung an den Gürtelradweg. Weiterhin wird die Radachse West vom Gürtel über die Hütteldorfer Straße bis nach Penzing fortgeführt, und die Alserbachstraße erhält breite Zwei-Richtungs-Radwege. Der Neubaugürtel-Radweg ermöglicht nun direkte Verbindungen ohne Umwege, während der Donaukanal eine neue Uferpromenade mit einem Zwei-Richtungs-Radweg erhält. Auch zwischen den Wienzeilen wird ein neuer Park mit Radweg realisiert, ebenso wie Radwege in der Borschkegasse mit einer Anbindung an das AKH.
Innovationen und Ausblick auf 2026
Ein wichtiger Bestandteil der Radweg-Offensive sind die Radwege entlang der Landstraßer Hauptstraße und des Rennwegs. Die Rembrandtstraße wird verbreitert, um einen sicheren Lückenschluss auf der Alszeile zu gewährleisten, und auch in Liesing wird ein Zwei-Richtungs-Radweg über den Atzgersdorfer Platz eingerichtet. Darüber hinaus sind in Floridsdorf grenzübergreifende Projekte und der Mega-Radhighway in der Wagramer Straße in Donaustadt im geplanten Ausbau enthalten.
Radverkehrsförderung auf Bundesebene
Das bundesweite Engagement zur Förderung von Radverkehrsinfrastruktur zeigt sich auch im Finanzhilfe-Sonderprogramm „Stadt und Land“, das bis 2030 verstetigt wurde. Damit stehen insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Attraktivität und Sicherheit des Radfahrens zu erhöhen. Seit 2021 können Städte und Gemeinden Fördermittel für 3.500 bereits bestätigte Maßnahmen beantragen. Diese Projekte umfassen den Neu-, Um- und Ausbau von Radverkehrsnetzen, eigenständige Radwege sowie die Verbesserung des Verkehrsflusses für Radfahrer*innen. Das Bundesministerium für Verkehr hebt hervor, dass die Maßnahmen mit bis zu 75 Prozent unterstützt werden, und finanzschwache Kommunen sogar bis zu 90 Prozent erhalten können.
Die Mobilitätsagentur Wien bietet zudem Radkurse für Kinder und Erwachsene an, durch die bereits über 35.000 Kinder und Schüler*innen erreicht wurden. Dies fördert nicht nur die Sicherheit auf den neuen Radwegen, sondern auch eine radfreundliche Kultur in der Stadt.