Am 26. Jänner 2026 fand ein einzigartiges Event in Wien statt, das als Initiative des WienTourismus ins Leben gerufen wurde. Bewohner:innen des schottischen Dorfes Dull wurden eingeladen, um zu zeigen, dass der Jänner, der als traditionell „dullster“ Monat gilt, in der österreichischen Hauptstadt lebendig ist. Insgesamt 33 Schott:innen reisten an, um an einem Programm teilnehmen, das mit Musik, Kultur und der berühmten Wiener Gastfreundschaft gefüllt war. Dull bedeutet im Englischen „langweilig, trüb oder lustlos“ und hat sich 2012 mit der US-Gemeinde Boring (Oregon) zusammengeschlossen, um den Namen auf humorvolle Weise umzudefinieren.
Das Wochenende in Wien war festlich und abwechslungsreich. Die Gäste genossen ein traditionelles Buffet und Wiener Wein beim Heurigen Mayer am Pfarrplatz, übernachteten im luxuriösen Hotel Imperial und hatten die Möglichkeit, das Kunsthistorische Museum während einer exklusiven Führung vor regulären Öffnungszeiten zu besichtigen. Ein Walzertanz in der Tanzschule Kraml und ein Besuch des Balls der Wissenschaften im Rathaus, wo Bürgermeister Michael Ludwig und die britische Botschafterin Lindsay Skoll anwesend waren, rundeten das Erlebnis ab. Zudem erlebten die Besucher:innen historische Stallführungen in der Spanischen Hofreitschule, eisliefen am Rathausplatz und lauschten einem Vivaldi-Konzert in der Karlskirche.
Tourismus und Wirtschaft
Bürgermeister Michael Ludwig hob die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft Wiens hervor. Laut einer Studie der Bank Austria soll Wien im Jahr 2023 als einziges Bundesland ein Wertschöpfungsplus in der Beherbergung und Gastronomie verzeichnen. Norbert Kettner, Geschäftsführer von WienTourismus, betonte zudem Großbritannien als wichtigen Herkunftsmarkt für Touristen. Die Einladung der Bewohner:innen von Dull sorgte bereits im Vorjahr für internationales Medienecho und wird auch künftig fortgeführt, da interessierte Personen 2027 die Möglichkeit haben, das Erlebnis zu gewinnen.
Wien ist nicht nur für seine touristischen Angebote bekannt, sondern auch für seine kulturelle Exzellenz und wirtschaftlichen Impulse. Die Stadt erweist sich als kulturelle Metropole mit einem umfassenden Angebot, das Musik, Kunst und Gastronomie vereint. Derzeit stehen anstehende Events wie der Eurovision Song Contest, der am 12. Jänner 2026 in Wien stattfindet, im Fokus. Diese Veranstaltung, die unter dem Motto „united by music“ steht, wird rund 88.000 zusätzliche Besucher:innen anziehen und hat bereits in der Vergangenheit namhafte Erfolge in Bezug auf wirtschaftliche Effekte erzielt.
Kulturelle Veranstaltungen und Attraktionen
Einige der bedeutendsten kulturellen Veranstaltungen von Wien umfassen das Donauinselfest, Europas größtes Open-Air-Festival, das 2026 vom 3. bis 5. Juli stattfinden wird. Darüber hinaus bietet das Wien Museum kostenfreie Ausstellungen zur Geschichte der Stadt an, die die hohe Lebensqualität und kulturelle Vielfalt unterstützen. Im vergangenen Jahr konnte die Stadt ein Nächtigungswachstum von 9,3 Prozent verzeichnen, was dazu führte, dass nahezu alle 42.000 Hotelzimmer während des Jahreswechsels belegt waren.
Der Kongresssektor Wiens zeigt ebenfalls ein starkes Wachstum, mit 6.619 Veranstaltungen allein im Jahr 2024, die rund 1,3 Milliarden Euro an Wertschöpfung generieren. Jährlich werden dort etwa 23.500 Ganzjahresarbeitsplätze geschaffen, was die Stadt zu einem wichtigen Standort für Kongresse und Tagungen macht. Insgesamt spiegelt sich Wiens Bestreben wider, eine attraktive Destination für Touristen, Künstler:innen und kreative Unternehmen zu sein.
Die Initiative, das schottische Dorf Dull nach Wien einzuladen, ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie das Zusammenspiel von Kultur, Tourismus und städtischer Wirtschaft zur Belebung der Stadt beiträgt und internationale Aufmerksamkeit generiert.