Das Wiener Hunde-Team hat sich seit seiner Gründung vor rund zwei Jahren als wichtiger Akteur für ein besseres Zusammenleben in der Stadt etabliert. Im vergangenen Jahr führte das Team etwa 4.500 Kontrollen durch und war damit in ganz Wien, von den grünen Flächen des Wienerwaldes bis zur pulsierenden Donauinsel aktiv. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz von Wien Mobil Rädern, mit denen die Mitarbeiter*innen effizient durch Straßen und Parks fahren können. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die Einhaltung von Maulkorb- und Leinenpflicht während der Fahrt zu überprüfen und gleichzeitig Gespräche mit Hundebesitzern zu führen, um die Chip-Registrierung und die Bezahlung der Hundeabgabe zu kontrollieren.
Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky hebt hervor, dass die Arbeit des Wiener Hunde-Teams für ein konfliktfreies Miteinander von Menschen und Hunden von zentraler Bedeutung sei. Bei den 4.500 Kontrollen wurden etwa 1.600 Mängel festgestellt, wie fehlende Registrierung oder nicht eingezahlte Hundeabgaben. Dieses Jahr zeigt sich jedoch eine deutliche Verschärfung der Maßnahmen: In 201 Fällen wurden Anzeigen bei der Strafbehörde erstattet, was auf eine klare Strategie zur Aufklärung und Verstärkung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hinweist.
Prävention und Aufklärung als Schlüsselfaktoren
Das Wiener Hunde-Team setzt nicht nur auf Kontrolle, sondern auch auf Prävention und Information. So fanden im vergangenen Jahr 88 mobile Beratungsstände statt, an denen knapp 2.000 Menschen Fragen zur Haltung von Hunden beantworten konnten. Zudem nahmen die Mitarbeiter*innen an 114 Schwerpunktaktionen teil. Diese Initiativen unterstützen nicht nur die Aufklärung, sondern auch die Zusammenarbeit mit städtischen Einrichtungen wie der MA 48 (Waste Watcher), der Polizei, Wiener Wohnen, MA 45 (Wiener Gewässer) und MA 49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb).
In Wien leben zurzeit über 57.900 Hunde. Die Vorschriften zur Haltung von Hunden sind im Wiener Tierhaltegesetz festgelegt: Hundebesitzer sind verpflichtet, ihre Hunde an öffentlichen Orten an der Leine zu führen oder einen Maulkorb anzulegen. In stark frequentierten Bereichen, wie Lokalen oder im öffentlichen Verkehr, sind zusätzlich Maulkörbe erforderlich. Für Hunde, die auf Kinderspielplätzen sind, gilt ein striktes Verbot. Glücklicherweise bietet die Stadt auch 187 Hundezonen an, in denen die Tiere ohne Leine und Maulkorb frei laufen können.
Regelungen für Listenhunde
Besitzer von Listenhunden müssen spezielle Anforderungen erfüllen. In Wien sind 12 Hunderassen als Listenhunde eingestuft, darunter Bullterrier und Rottweiler, für die ein Hundeführerschein notwendig ist. Dieser muss bei der MA 60 (Veterinäramt und Tierschutz) abgelegt werden. Für die Prüfung müssen Prüflinge mindestens 16 Jahre alt sein, und ihr Hund muss mindestens drei Monate in Haltung sein sowie das sechste Lebensmonat überschreiten. Bis zur bestandenen Prüfung muss der Listenhund einen Maulkorb tragen.
Die Einhaltung dieser Vorschriften sorgt nicht nur für eine verantwortungsvolle Haltung von Hunden, sondern trägt auch zum Schutz von Mensch und Tier bei. Zusammengefasst zeigt das Wiener Hunde-Team, dass durch Information, Prävention und strikte Kontrollen ein harmonisches Miteinander in der Stadt möglich ist. Der Tierschutzstadtrat ist überzeugt vom Erfolg dieses Konzepts und sieht damit auch in Zukunft einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität in Wien.


