Die aktuelle Grippewelle stellt das Gesundheitssystem in Wien vor einige Herausforderungen. Besonders in den Wintermonaten wird die Belastung durch den neuen Virus H3N2 spürbar, da die Influenza-Fälle in dieser Saison stark angestiegen sind. Wie der Wiener Gesundheitsverbund in einer Mitteilung erklärt, ist man jedoch gut auf diese zusätzliche Herausforderung vorbereitet. Das Ziel ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und durchgehenden medizinischen Betreuung, auch wenn die Auslastung hoch ist. Der Gesundheitsverbund, als größter Gesundheitsdienstleister Österreichs, erbringt mehr als drei Viertel aller Spitalsleistungen in Wien. Dies ermöglicht eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung, selbst in Krisenzeiten.
Die internen Abläufe im Wiener Gesundheitsverbund funktionieren reibungslos. Ein zentral organisierter Journaldienst unterstützt die standortübergreifende Abstimmung bei besonderen Herausforderungen. Der Dienst steuert Patienten bedarfsgerecht innerhalb der WIGEV-Kliniken und entlastet gezielt die Standorte, um Engpässe zu vermeiden. Um einen aktuellen Überblick über die Lage zu behalten, kommt ein etabliertes Intensivbettentool zum Einsatz, das die verfügbaren Kapazitäten in der Stadt meldet. Solche Systeme ermöglichen eine transparente, schnelle und koordinierte Zuweisung von Intensivpatient*innen.
Steigende Influenza-Fälle und Krankheitsausfälle
Die Zahl der Influenza-Infektionen hat sich verdoppelt, was zu einem Anstieg der Krankmeldungen in der Bevölkerung geführt hat. Gesundheitsbehörden warnen bereits vor einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems, was die Dringlichkeit einer Impfung erhöhen könnte. Impfungen werden empfohlen, um die Verbreitung der Influenza zu reduzieren, besonders in Anbetracht der ansteigenden Erkrankungen.Wien.ORF.at berichtet über die kritische Lage der Krankheitsstände und zeigt, dass eine rechtzeitige Reaktion wichtig ist.
Zusätzlich wurden in der ersten Kalenderwoche 2026 im Rahmen der Surveillance-Daten des RKI akute Atemwegserkrankungen (ARE) mit einer Inzidenz von 6.000 pro 100.000 Einwohner gemeldet. Dies entspricht geschätzten 5 Millionen Erkrankten. Der Trend zeigt hingegen eine leichte Rückläufigkeit seit der 51. Kalenderwoche. Besonders bei den jüngeren Altersgruppen, wie Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren, sind die Werte deutlich gesunken. Influenza ist nach wie vor der häufigste Erreger unter den akuten Atemwegserkrankungen, wobei zwei Drittel der ARE durch getestete Atemwegserreger erklärt werden können.Das RKI hat in diesem Zusammenhang eine detaillierte Analyse veröffentlicht.
Ausblick und Maßnahmen
In Anbetracht der Umstände stellt der Wiener Gesundheitsverbund, dank seiner gut koordinierten Maßnahmen und der effektiven internen Kommunikation, sicher, dass die medizinische Versorgung auch während dieser herausfordernden Zeiten stabilisiert bleibt. Die laufenden Meldungen über verfügbare Kapazitäten und die Unterstützung durch die Gesundheitsbehörden tragen dazu bei, die Bevölkerung ohne Unterbrechungen zu versorgen. Experten raten zur Impfung, um die Verbreitung von Influenza weiter zu reduzieren und das Gesundheitswesen in Wien zu entlasten.
Die Kombination aus präventiven Maßnahmen, schneller Reaktion und effektiven Abläufen verspricht, auch diese Grippewelle erfolgreich zu bewältigen und den Gesundheitsdienst in der Stadt zu stärken. Die Bevölkerung kann gewiss sein, dass die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden, um die medizinische Versorgung in Wien aufrechtzuerhalten.