Ab dem 1. Dezember 2023 wird die Linie 39A in Wien mit zehn neuen Wasserstoffbussen unterwegs sein. Diese emissionsfreien Fahrzeuge, die von der Firma CaetanoBus stammen und eine Länge von 12 Metern aufweisen, werden zwischen Heiligenstadt und Sievering eingesetzt. Der Einsatz der Wasserstoffbusse markiert einen wichtigen Schritt in der Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs in Wien, wie presse.wien.gv.at berichtet. Die neuen Busse sollen eine Reichweite von über 400 Kilometern haben und benötigen kein Nachtanken.

Der Wasserstoff für den Antrieb wird aus Ökostrom hergestellt und stammt vom Smart Campus der Wiener Netze in Simmering. Dieser innovative Ansatz fördert die emissionsfreie Mobilität in der Stadt und stellt eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen dar.

Details zu den neuen Wasserstoffbussen

Die neuen Wasserstoffbusse sind so konzipiert, dass sie den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht werden. Sie bieten Platz für 78 Fahrgäste, darunter 33 Sitzplätze und 45 Stehplätze. Zudem ist ein kombinierter Rollstuhl- und Kinderwagenplatz vorhanden.

Alle Busse sind klimatisiert und verfügen über drei Doppelflügeltüren, um den Fahrgastwechsel zu beschleunigen. Die technische Ausstattung umfasst einen Zentralmotor von Siemens mit 180 kW Leistung und eine Brennstoffzelle von Toyota, welche 70 kW liefert. Die Wasserstofftanks haben insgesamt eine Kapazität von 37,5 kg.

Die Investition für die Beschaffung und Instandhaltung der neuen Fahrzeuge beträgt rund 10,4 Millionen Euro. Diese Summe wird durch das Ministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie durch die EU gefördert. Die Wartung und Betankung dieser Busse findet in der Busgarage Leopoldau statt, die über eine eigene Wasserstoff-Tankstelle verfügt.

Vorreiterrolle der Wiener Linien

Die Wiener Linien nehmen eine Vorreiterrolle bei der Umstellung auf klimafreundliche Verkehrsmittel ein. Bereits jetzt nutzen über 80 Prozent der Fahrgäste emissionslose Transportmittel wie U-Bahn, Straßenbahnen und elektrisch angetriebene Busse. Mit der Einführung der Linie 39A wird die zwölfte Buslinie in Wien vollständig mit emissionsfreien Fahrzeugen betrieben, wobei auch andere Linien mit Elektroantrieb in Betrieb sind.

Die gesammelten Erfahrungen aus dem Betrieb der Wasserstoffbusse werden die zukünftigen Kaufentscheidungen für klimaneutrale Fahrzeuge beeinflussen. Laut wienerlinien.at setzen Wiener Linien weiterhin auf die Erprobung verschiedener Busmodelle mit Elektro- und Wasserstoffantrieb.

Kontext der Wasserstoffbusse

Der Trend hin zu nachhaltigen Lösungen im öffentlichen Nahverkehr nimmt weltweit zu. Wie iaf.com feststellt, gelten Wasserstoffbusse als vielversprechende Alternative zu Dieselfahrzeugen. Der Markt wird voraussichtlich bis 2025 wachsen, während Städteanstrengungen unternehmen, um die Emissionen zu reduzieren und umweltfreundliche Technologien zu integrieren.

Durch den Einsatz von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen und den Fortschritt in der Brennstoffzellentechnologie zeigen Wasserstoffbusse großes Potenzial für die Verbesserung der Luftqualität und die Lebensqualität in urbanen Gebieten. Hersteller entwickeln kontinuierlich neue Modelle mit größerer Reichweite und schnelleren Betankungszeiten, was die Attraktivität dieser Technologie weiter steigert.