Am 13. Februar 2026 gaben WienTourismus und Flughafen Wien bekannt, dass sie ihre strategische Partnerschaft bis 2030 verlängern. Diese Kooperation basiert auf der Vereinbarung „Air Service Development & Marketing Wien 2026–2030“ und hat das Ziel, die internationale Anbindung der Stadt zu stärken, insbesondere durch die Akquise neuer Airlines und Flugverbindungen aus wichtigen Metropolregionen wie den USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Südkorea, China sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Diese Informationen wurden von Wien.gv.at veröffentlicht.
Die beiden Partner arbeiten seit 2016 gemeinsam an der Akquise neuer Langstreckenflüge und der Rückgewinnung von Routen, die vor der COVID-19-Pandemie bestanden. Diese strategische Initiative zielt darauf ab, Wien als bedeutende Tourismus- und Kongressdestination zu positionieren. Auch der Flughafen Wien wird als leistungsfähiger Luftverkehrsstandort hervorgehoben, während WienTourismus Marketingmaßnahmen in den Herkunftsländern unterstützt.
Fokus auf Nachhaltigkeit und Besucherökonomie
Die Kooperationsvereinbarung steht im Einklang mit der Standortstrategie „Wien 2030 – Wirtschaft und Innovation“ sowie der Visitor Economy Strategie „Optimum Tourism“, die ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt. Diese Strategie wurde im Oktober 2019 vorgestellt und verfolgt sechs zentrale Ziele, die bis 2025 erreicht werden sollen, darunter die Rückgewinnung von Wertschöpfungseffekten auf das Niveau von 2018. Für Wien ist dies besonders wichtig, da 83 Prozent der Nächtigungen von internationalen Besuchern stammen, wobei 39 Prozent der Gäste per Flugzeug anreisen. Details dazu liefert der Geschäftsbericht 2022 von WienTourismus.
Aktuelle Entwicklungen weisen darauf hin, dass im Jahr 2022 rund 30 Prozent der Anreisen nach Wien per Zug und etwa 29 Prozent per Auto erfolgten. Umweltfreundliche Projekte wurden beworben, sodass die Vienna City Card 2022 das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Mobilitätsangebote erhielt.
Internationale Vernetzung und Datennutzung
Ein weiterer Grund zur Optimierung des Wiener Tourismus ist die Mitgliedschaft im International Network of Sustainable Tourism Observatories (INSTO) der UN Tourism. Diese Initiative ermöglicht es Wien, von den Erfahrungen anderer Destinationen zu lernen und regelmäßig Indikatoren zur Nachhaltigkeit zu erheben. Informationen darüber findet man auf der Website des Österreichischen Tourismusministeriums.
Die Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hebt die Bedeutung von Daten als Steuerungsinstrument hervor, während Norbert Kettner, Direktor des WienTourismus, den Anspruch der Stadt betont, durch Tourismus einen Mehrwert zu schaffen. Mit über 8 Millionen jährlichen Gästen liegt Wien im Fokus als eine wichtige Säule des österreichischen Tourismus und stellt ein internationales Vorzeigebeispiel für nachhaltiges Tourismuswachstum dar.