Das renommierte Grand Hotel am Kärntner Ring in Wien hat einen neuen Besitzer. Käufer ist der austro-saudische Investor Mohamed Bin Issa Al Jaba. Der Verkauf wurde im Spätherbst des Vorjahres vom Handelsgericht Wien genehmigt und ist seit kurzem rechtswirksam, nachdem die erste Entscheidung des Oberlandesgerichts Wien am Donnerstag bestätigt wurde. Zuvor hatte die insolvente Eigentümerin gegen den Beschluss Rekurs eingelegt.

Durch diese Transaktion ist der langfristige Betrieb des Grand Hotels Wien gesichert. Mit dem Verkauf wurde ein wichtiges Ziel erreicht, wie die beteiligten Rechtsanwälte betonen, denn es konnte das bestmögliche Ergebnis sowohl für die Dienstnehmer als auch für die Gläubiger erzielt werden. Details zu den finanziellen Aspekten der Transaktion wurden bislang nicht veröffentlicht.

Kontext zur Hotelbranche in Wien

Der Verkauf des Grand Hotels erfolgt inmitten turbulenter Entwicklungen innerhalb der Wiener Hotelbranche. Insbesondere die Insolvenz der Signa Development Selection AG hat für Aufsehen gesorgt. Dies umfasst auch das Luxus-Hotel Andaz Vienna am Belvedere, das als einer der wichtigsten Vermögenswerte der insolventen Firma gilt. Am 15. April 2025 wurde der Verkauf dieses Hotels angekündigt und die Investmentbank Eastdil Secured wird den Vermarktungsprozess leiten.

Das Andaz Vienna, das ursprünglich Teil eines ehrgeizigen Bauprojekts von Investor René Benko war, wird von der Hyatt-Gruppe verwaltet und hat eine Fläche von rund 25.800 Quadratmetern sowie 300 Zimmer. Laut Insolvenzverwalterin Andrea Fruhstorfer ist das Hotel ein zentrales Objekt im Insolvenzverfahren. Der Verkaufsprozess für das Andaz Hotel beginnt in dieser Woche und soll bis zum Sommer 2025 abgeschlossen sein, abhängig von der Marktentwicklung.

Folgen der Signa-Insolvenz

Die Insolvenz von Signa hat nicht nur das Andaz Vienna betroffen, sondern wirft auch Schatten auf die gesamte Branche. René Benko, der als Visionär hinter einem luxuriösen Immobilienimperium galt, befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Der Verkauf der Anlagen, wie des Andaz, soll dazu beitragen, Einnahmen für die Gläubiger zu generieren und die Schuldenlast zu reduzieren.

Während der Verkauf des Grand Hotels am Kärntner Ring positive Nachrichten für die Arbeitnehmer bringt, bleibt die Zukunft der Wiener Luxushotellerie durch die Insolvenzentwicklungen angespannt. Die Branche muss sich entscheidenden Herausforderungen stellen, um sich in der post-pandemischen Ära zu behaupten.

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