In Wien-Favoriten wurde ein 33-jähriger Taxifahrer am Montagnachmittag Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Der Vorfall ereignete sich gegen 15.30 Uhr in der Raaber-Bahn-Gasse. Zwei Unbekannte attackierten den Fahrer und einer der Täter zog ein Klappmesser. Der Taxilenker wurde in eine bedrohliche Situation gebracht und die Angreifer durchsuchten seine Jackentaschen. Dabei entwendeten sie Bargeld aus den persönlichen Besitztümern des Fahrers. Trotz des Schocks blieb der Mann körperlich unversehrt.

Der Taxilenker informierte die Polizei sofort nach dem Überfall, die nun nach den Tätern fahndet. Laut den ersten Erkenntnissen wird von Personen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren ausgegangen, die eine Größe von etwa 1,75 Metern haben. Sie trugen dunkles Haar und waren in schwarze Winterjacken sowie schwarze Turnschuhe gekleidet. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Öffentlichkeit, welche anonym unter der Telefonnummer 01-31310-57800 gemeldet werden können. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der Stadt.

Anstieg der Kriminalität in Wien

Wien hat in den letzten Jahren einen besorgniserregenden Anstieg der Kriminalität erlebt. Die Zahlen zeigen, dass die Gewaltdelikte im Jahr 2024 insgesamt um 5,2% gestiegen sind, während die Raubdelikte um 18,1% anstiegen. Besonders auffällig ist die Zunahme der Überfälle an öffentlichen Orten, die von 776 in 2023 auf 952 im Jahr 2024 angestiegen sind, was die gefährliche Situation für Bürger und insbesondere Taxifahrer verdeutlicht. In einer Zeit, in der die Gesellschaft ohnehin vor großen sozialen Herausforderungen steht, wie sie auch die EU zu bewältigen hat, wird die Frage nach der Sicherheit immer drängender.

Die Polizei verzeichnete in der letzten Zeit einen besorgniserregenden Trend bei der Jugendkriminalität. So stieg die Zahl der tatverdächtigen Personen unter 18 Jahren rasant an, von 8.360 im Jahr 2010 auf 14.804 im Jahr 2024. Ein weiterer besorgniserregender Faktor ist der Anstieg von intensiven Tätern unter 14 Jahren, die bereits über 30% der Einbrüche in der Stadt verantwortlich sind. Um der steigenden Kriminalität entgegenzuwirken, wurde in Wien vermehrt Präventionsarbeit geleistet.

Die Daten für das vergangene Jahr zeigen, dass die Gesamtzahl der polizeilichen Anzeigen in Wien von 186.475 auf 194.981 angestiegen ist, was einem Plus von 4,6% entspricht. Dabei sank die Aufklärungsquote leicht von 44,3% auf 43,4%. Die öffentliche Sicherheit bleibt somit ein zentrales Thema, das die Stadt Wien und ihre Bürger beschäftigt.

Die aktuelle Gewaltwelle und die steigenden Raubüberfälle beunruhigen viele Wienerinnen und Wiener. Immer wieder zeigen Vorfälle wie der Überfall auf den Taxilenker, wie notwendig präventive Maßnahmen und Sicherheitsstrategien sind, um das Risiko für alle Bürger zu minimieren. Der Taxifahrer, der am Montag angegriffen wurde, ist nicht der erste und wird vermutlich auch nicht der letzte sein, der in dieser schwierigen Situation um seine Sicherheit fürchten muss.

Um weitere Übergriffe zu verhindern, ist es entscheidend, dass die Polizei und die Gemeinschaft weiterhin eng zusammenarbeiten und effektive Maßnahmen zur Vorbeugung von Straftaten ergreifen.