Wien

Tanz gegen Gewalt: Frauen setzen am Valentinstag ein starkes Zeichen!

In Wien findet am Valentinstag eine bedeutende Tanzkundgebung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt, die Teil der internationalen Bewegung „One Billion Rising“ ist. Dieser besondere Event, initiiert von OBRA, wird am Platz der Menschenrechte zelebriert und zielt darauf ab, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und gegen die weit verbreitete Gewalt an Frauen zu protestieren. Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, betonte, dass viele Frauen weltweit am 14. Februar auf die Straßen gehen, um ein starkes Zeichen gegen Gewalt zu setzen, wie ORF Wien berichtete. 

In einem weiteren Schritt zur Verbesserung des Opferschutzes wurde in Wien eine neue Gewaltambulanz eröffnet, die seit Januar in Betrieb ist. Diese Einrichtung, Teil eines österreichweiten Pilotprojektes, ermöglicht es Opfern von Gewalt, ihre Verletzungen und Spuren von Übergriffen durch speziell ausgebildete Ärztinnen dokumentieren zu lassen. Die forensische Dokumentation spielt eine entscheidende Rolle bei der strafrechtlichen Verfolgung, da häufig mangelhafte Beweise zu Freisprüchen führen. Es handelt sich hierbei um eine niederschwellige Anlaufstelle, wo die Dokumentation anonym abläuft und die Opfer ohne E-Card Unterstützung erhalten können, wie Falter berichtet. Die Ambulanz verfolgt das Ziel, in der forensischen Aufarbeitung und Beweissicherung eine wesentliche Verbesserung zu erreichen. 

Fokus auf Dokumentation und Opferschutz

Bisher konnten in der Gewaltambulanz bereits 43 Personen helfen werden, wobei die Mehrheit weiblich ist. Nikolaus Klupp, Leiter der Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene, erläuterte, dass durch die effektive Dokumentation anschließend die Beweislast auch nicht allein auf den Opfern lasten müsse. Die neue Einrichtung soll nach einer zweijährigen Testphase evaluiert und bei Bedarf ausgebaut werden. Die Schaffung solcher Einrichtungen ist eine wichtige Antwort auf den steigenden Bedarf nach effizientem Opferschutz und soll gewährleisten, dass die Stimmen der Betroffenen nicht ungehört bleiben. 

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Bedarf für solche Maßnahmen besteht auch in Anbetracht der stetig zunehmenden Gewaltstatistiken. Allein im Jahr 2023 wurden in Wien über 30.000 Gewaltdelikte registriert, was den Ausbau und die Etablierung solcher Unterstützungsangebote unumgänglich macht. Die neue Gewaltambulanz, die Betroffenen eine erste Anlaufstelle bietet, um Beweise zu sichern und weiterführende Hilfe in Anspruch zu nehmen, stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen dar. 

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Gewalt
In welchen Regionen?
Wien-Alsergrund, Platz der Menschenrechte
Genauer Ort bekannt?
Zimmermannplatz, Wien, Österreich
Gab es Verletzte?
43 verletzte Personen
Beste Referenz
wien.orf.at
Weitere Quellen
falter.at

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