Am 31. Jänner 2026 fand im Rahmen des ÖFB-Cups ein spannendes Viertelfinale zwischen dem SV Ried und dem SK Rapid Wien statt. Der aktuelle Spielstand der Begegnung lautete 1:0 für die Gastgeber, was die Hoffnungen auf einen Halbfinaleinzug für Rapid zusätzlich anheizte. Für das Team von Neo-Coach Johannes Hoff Thorup war das Aufeinandertreffen von entscheidender Bedeutung, zumal die Mannschaft in den letzten neun Pflichtspielen durchwachsene Leistungen zeigte: Sechsmal verloren sie, dreimal spielten sie unentschieden, mit dem letzten Sieg am 2. November 2025 gegen Sturm Graz (2:1).
Thorup betonte die Bereitschaft seiner Spieler, trotz der abwesenden Kerngruppenspieler wie Petter Dahl, Claudy Mbuyi und Louis Schaub. Ersatzspieler Nikolaus Wurmbrand stand zur Verfügung, es war jedoch nicht geplant, ihn über die volle Spielzeit hinweg einzusetzen. Trotz der angespannten Lage plant Thorup keine größeren Rotationen im Kader und setzte große Erwartungen auf den möglichen Einsatz von Ercan Kara als Mittelstürmer.
Fehlende Spieler und strategische Überlegungen
Die Aufstellungsproblematik wird durch die hohe Anzahl an verletzten oder nicht verfügbaren Spielern noch komplizierter. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Rapid optimistisch, da sie zuletzt 1995 den Cup-Titel gewannen, während Ried sowohl 1998 als auch 2011 erfolgreich war. Ein Sieg heute würde für die Oberösterreicher einen bedeutsamen Schritt in Richtung einer denkwürdigen Saison darstellen, insbesondere unter Trainer Maximilian Senft.
Der SV Ried, dessen Gesamtmarktwert bei 9,66 Millionen Euro liegt, hat in dieser Saison gezeigt, dass sie auch gegen stärkere Gegner bestehen können. Im Vergleich dazu weist Rapid Wien einen Marktwert von 45,88 Millionen Euro auf. Die Unterschiede zeigen sich auch in den Spielergebnissen: Ried hat kein A-Nationalspieler in den Reihen, während Rapid auf sieben solche Spieler zurückgreifen kann. Ried, das in der aktuellen Liga-Tabelle auf dem sechsten Platz steht, einen Platz über Rapid, könnte heute den momentanen Vorteil nutzen, um in die nächste Runde einzuziehen.
Statistische Perspektive
Insgesamt stehen sich heute zwei Teams gegenüber, die in den direkten Aufeinandertreffen in den letzten zehn Spielen Konkurrenzkampf bis zum Schluss zeigten. Mit einem Durchschnittswert von 322.000 Euro pro Spieler beim SV Ried im Vergleich zu 1,48 Millionen Euro bei Rapid wird die Kluft zwischen den beiden Vereinen weiterhin sichtbar. Zudem sind die durchschnittlichen Altersgruppen der Mannschaften nah beieinander, mit einem Durchschnittsalter von 25,3 Jahren bei Ried und 24,7 Jahren bei Rapid.
Mit viel Spannung blickten die Fans auf das Spiel, das nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die Fanlager eine große Bedeutung hatte. Der Sieger könnte sich nicht nur für das Halbfinale qualifizieren, sondern auch der Geschichte des Vereins ein neues Kapitel hinzufügen – ein Leitmotiv, das in den Entschlüssen und Strategien beider Trainer deutlich wurde.