Am 1. Jänner 2026 zieht die Berufsfeuerwehr Wien eine bilanzierende Betrachtung der Silvesternacht 2025/2026. Wie Wien.gv.at berichtet, führte der Jahreswechsel zu einem erhöhten Einsatzaufkommen, das mit einer guten Koordination zwischen verschiedenen Einsatzorganisationen effizient bewältigt werden konnte. Insgesamt wurden 389 Einsätze registriert, die sich über diverse Brandfälle und sturmbedingte Schäden erstreckten.

Die Arten der Einsätze reichten von Klein- und Flurbränden im Freien über Balkonbrände bis hin zu Zimmerbränden und durch Sturm verursachten Schäden. Ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Verletzung durch einen Feuerwerkskörper während der Löscharbeiten im 11. Bezirk. Außerdem gab es in der Schweglergasse einen Brand in einem Lokal mit Holzkohlegrill, der ohne Personenschäden gelöscht werden konnte.

Einsätze und Verletzungen

Die Feuerwehr antwortete auf mehrere Brände von Balkonen in der Engerthstraße, am Handelskai und in der Laimäckergasse. Die schnellen Reaktionen der Passanten halfen, diese Brände frühzeitig zu bemerken und unter Kontrolle zu bringen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Brand an der Donauinsel, wo eine Fischertaubelhütte betroffen war und ein Löschangriff sowohl vom Ufer als auch mit einem Feuerwehrboot stattfand.

Zusätzlich meldete die Polizei, dass sie in derselben Nacht 3560 Notrufe erhielt, was zu 1105 Einsätzen führte. Auch hier waren die Folgen von pyrotechnischen Aktivitäten ein zentrales Thema, da insgesamt 136 Anzeigen und 12 Organmandate nach dem Pyrotechnikgesetz erlassen wurden. Ein erheblicher Teil der Notrufe betraf verletzte Personen, darunter mehrere schwere Verletzungen. So wurde ein 13-Jähriger beim Hantieren mit einem Böller schwer verletzt, und kurz vor Mitternacht erlitten zwei junge Männer durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk schwere Verletzungen.

Fürsorge der Rettungskräfte

Insgesamt tätigten die Wiener Rettungsorganisationen in 24 Stunden 1135 Einsätze, was eine signifikante Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Die Vorgängerzahlen aus den Jahren 2024 und 2023 lagen bei 993 und 1013 Einsätzen, was den außergewöhnlichen Druck auf die Rettungskräfte dieser Nacht verdeutlicht. Die Betroffenen wurden mit Verbrennungen, Augenverletzungen und Schwierigkeiten beim Hören versorgt.

Wien war nicht das einzige Gebiet, das von der unberechenbaren Natur der Silvesterfeierlichkeiten betroffen war. In Deutschland überschatteten tragische Vorfälle die Feierlichkeiten. Laut DW erlitten in verschiedenen Städten zahlreiche Menschen teils lebensbedrohliche Verletzungen beim Umgang mit Pyrotechnik, und mindestens fünf Männer kamen dabei ums Leben.

Insgesamt zeigt der Jahreswechsel von 2025 auf 2026 die Herausforderungen auf, mit denen die Einsatzkräfte teils aufgrund unverantwortlichen Umgangs mit Feuerwerkskörpern konfrontiert wurden. Die Evaluierung der Einsätze in Wien stellt dabei einen wesentlichen Schritt dar, um künftige Silvesternächte sicherer zu gestalten.